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Zwar gehört Troma zum Vertrieb von Dämon des Todes, doch handelt es sich hierbei um keinen hauseigenen Titel, sondern lediglich um einen Lizenzeinkauf. Produziert wurde der Film von Jerry Feifer und Tony Miller, die auch für zahlreiche Teile der Witchcraft-Reihe verantwortlich waren – und genau diesen zweifelhaften Qualitätsstandard spürt man hier leider deutlich.

Für die Regie zeichnet sich Daryn Warren verantwortlich, der mit Dämon des Todes sein Debüt ablieferte. Leider hätte man sich gewünscht, dass es bei einem Versuch geblieben wäre – Talent sieht definitiv anders aus.

Im Mittelpunkt steht die junge Sarah, geplagt von Selbstzweifeln und der Angst, unattraktiv und unerwünscht zu sein. Aus Verzweiflung greift sie zu einem okkulten Ritual: Vor einem Spiegel spricht sie einen alten Zauberspruch – und beschwört damit den Dämon Sura. Dieser übernimmt nach und nach die Kontrolle über ihren Körper und nutzt sie als Werkzeug für eine blutige Rache an Männern. Was als düstere Mischung aus Selbstfindung und dämonischer Besessenheit beginnt, entwickelt sich zu einer monotonen Abfolge von belanglosen Szenen ohne echten Spannungsbogen.

Was sich auf dem Papier noch halbwegs interessant liest, entpuppt sich in der Umsetzung als erschreckend öder Dämonen-Horror der billigsten Sorte. Die wenigen Schauplätze wirken lieblos, die Darsteller agieren auf Minimalniveau, und echte Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Die Effekte sind sichtbar günstig produziert und reißen niemanden vom Hocker, während die Story schon nach wenigen Minuten komplett vorhersehbar ist.

Besonders unerquicklich ist der nervige, ständig präsente Synthesizer-Soundtrack, der eher anstrengt als Atmosphäre schafft. Auch die eigentlich naheliegende erotische Komponente wird komplett verschenkt: Statt subtiler Spannung oder Verführung herrscht hier eine fast schon bizarre Prüderie. Dass man als „reizvollstes“ Element lediglich den nackten Rücken der Hauptdarstellerin serviert bekommt, spricht Bände.

Der unfreiwillige Höhepunkt ist ein völlig alberner Exorzismusversuch, der so schlecht inszeniert ist, dass er eher zum Lachen als zum Fürchten einlädt – und damit perfekt den Gesamteindruck des Films zusammenfasst.

Dämon des Todes ist ein Paradebeispiel für billige Videothekenware der 1980er Jahre: ideenarm, schlecht umgesetzt und ohne jeglichen Reiz. Selbst für Genrefans ist hier kaum etwas zu holen.

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