Review


Inhalt (sofern man von einem "Inhalt" bei diesem Filmchen sprechen kann):

In der chinesischen Martial-World. Long Fei (Jason Pai Piao) ist nicht nur ein überaus gewandter Schwertkämpfer, er erschafft auch aus Kristall kunstvolle Figuren.
Eine davon, zuvor von Long Fei mit seinem Blut beträufelt, scheint lebendig davon geworden zu sein.
Und begeht einige Morde in der Unterwelt der Martial-World.

Zusammen mit seinem dicklichen Gefährten "Fatty" (Chun Wong) macht sich Long Fei auf die Suche nach den wahren Schuldigen.
Er begegnet der geheimnisvollen "Crystal" (Lau Yuk-Pok) und der schönen "Jade" (Lam Sau-Kwan), und er erlebt manch verwirrende Anekdote in der Unterwelt der Martial-World.
Steckt der undurchschaubare Prince Tian Di (Wang Yung) hinter den Morden in der Unterwelt?

Steigt Long Fei hinter all die Geheimnisse?
Steigt überhaupt noch jemand überhaupt durch irgendwas hier durch?


Kritik:

Tja, im Jahre 1983, kurz vor Toreschluss der Studios der Shaw Brothers, verzapfte Regisseur Hua Shan diese so wirre wie schwache Geister-WuXia-Eastern-Klamotte, für eben jene Studios an der Clearwater-Bay in Hongkong.

Ohne einen roten Faden, wirr und fast zusammenhanglos, langweilig und langatmig, ohne einen Sinn und Verstand dahinter, kurbelte Hua Shan einen äußerst ernüchternden Beitrag zum WuXia-Eastern-Genre runter.
Wirklich?
Denn "Portrait in Crystal" ist eigentlich weder ein WuXia-Eastern noch ein Martial-Arts-Actioner. Das Filmchen ist eigentlich gar nichts von all dem, hm... vielleicht eben am ehesten ein Geister-Trash-Streifen für anspruchslose Betrachter.

Langweilig, verwirrend und einfach nur schwach. Es fehlen einem fast die Worte, um diesen Schmunkes zu beschreiben.
Hanebüchener Käse, mir schliefen die Füße ein, und man war nur froh, als dieser Kram zu Ende war.
Nie zuvor war ich enttäuschter über einen Film der Shaw Brothers als diesmal.
Nein, da kann man nur abraten.

Jason Pai Piao ist hier der Held in diesem flauen Geister-"Drama", tapfer hangelt sich Jason durch das "Script", ja welches Script eigentlich? Pai Piao macht das mit einem Lächeln, vielleicht weil er an die Gage dachte, permanent offensichtlich.

Ansonsten sind nicht gerade namhafte Akteur*Innen des Shaw-Studios hier am Werk.
Chun Wong als Dummie-Sidekick von Pai Piao ist einfach nur peinlich, und der Rest haut darstellerisch auch nichts mehr raus.

Ein paar hübsche Sets, Nebelschwaden en masse, geisterhafte Kulissen, das war es denn auch schon. Richtige Spannung kommt indes nicht auf, ein paar Gimmicks und aufgedrehte Geschwindigkeitsregler. Au Backe, "Hört auf!" hätte ich den Machern zugeschrien.

Und die Fights? Tja, rasante Schwertkampf-Action sieht anders aus, die Fight-Action passt sich dem schwachen "Niveau" des Filmchens an: Wirres Gefuchtel..., unterste Kategorie.

Ein tapferer Jason Pai Piao, ein paar hübsche Sets, und eine bildschöne Lam Sau-Kwan -die würde ich nur von der Bettkante jagen, wenn für mich stattdessen ein Mega-Dreier mit Immobilien-Königin Manon Grudda und Amber Rose, oder ein Ultra-Dreier mit Jana Azizi und Athing Mu in Aussicht stünde-.
Das war´s. Das war alles, was "Portrait in Crystal" zu bieten hat.

Tja, "Portraits in Crystal" hat mit einem guten Eastern so viel zu tun, wie Björn Höcke mit ´proletarischem Internationalismus´.
Das sagt alles.

1,5/10.

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