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Hier handelt es sich um eines der früheren Werke von Zöpfchen-Fighter Steven Seagal (Exit Wounds), das trotz Story mit guten Absichten versagt.

Ehe Cop Mason Storm (Steven Seagal) ein Politkomplott aufdecken kann, werden er und seine Frau beim Poppen von einer Gruppe Killern erwischt, die seine Frau ins Jenseits und ihn ins Koma ballern. Sieben Jahre später wacht Mason wieder auf. Unterstützt von der Krankenschwester Andy (Kelly LeBrock), beginnt er ein Kampftraining mit einem Ziel: die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

In "Hard to Kill" kann man Seagal mal wieder in einer seiner machohaften "Ich bin der Obermacker himself und ihr könnt mir nichts"-Rollen erleben, auch wenn er an einigen Stellen krampfhaft zu Schauspielern versucht. Am Filmanfang wird oft die Oscar-Verleihung angesprochen. Im wahren Leben dürfte Seagal bei dieser wohl nur Zaungast sein. Als Oberschurke kann man William Sadler (Stirb langsam 2) sehen, der jedoch nicht allzu viel zu tun hat. Seagals spätere Ehefrau Kelly LeBrock (Revolver Girls) spielt hier den weiblichen Part, der eigentlich nur als Fluchthilfe und Fick für Zwischendurch dient.

Schon zu Filmanfang kann man Seagal überheblich wie eh und je erleben, als er eine Gruppe von Ladendieben aufmischt. Auch ansonsten enttäuscht die Action und wird auch nicht oft eingesetzt. Das mag ja für Seagal löblich sein, dass er mal nicht nur Aikido-Rumgefuchtle und Rumgeballere am Stück liefern will, doch stattdessen sticht er sich Räucherstäbchen in die Haut und scheint den Rauch dann einzuatmen. Doch für den Storyverlauf ist das nun nicht wirklich wichtig. Die Story selbst hat gute Ansätze, verläuft sich dann aber erst in ein Training a'la "Rocky" und darauf gehts mehr in Richtung Thriller als in Action. Nun hat "Hard to Kill" allerdings das Problem, dass er als Thriller nicht richtig funktionieren will. Zudem enttäuscht auch das Finale, wo Seagal großkotzig mit den Verbrechern aufräumt.

Das Rache-Motiv ist nicht gerade neu und wird inzwischen durch Filme wie "Kill Bill" und "The Punisher" neu belebt. Auch "Hard to Kill" erfindet dieses Genre nicht gerade neu. Positiv an dem Film ist jedoch, dass er noch das Flair der 80er Jahre pflegt.

Vielleicht wäre aus "Hard to Kill" ein besserer Film geworden, wenn man einen erfahreneren Regisseur (z.B. John McTiernan oder Richard Donner) und einen besseren Hauptdarsteller (z.B. Schwarzenegger oder Stallone) genommen hätte. Der Verzicht auf den ganzen Aikido-Kram wäre auch nicht schlecht gewesen.

"Hard to Kill" ist demnach ein schwacher Action-Thriller mit einer Story, aus der man hätte mehr machen können (siehe "Kill Bill"), auch wenn er für einen Action-Abend auf DVD brauchbar ist.

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