Jugendlicher Einstein pflanzt seiner verstorbenen Freundin die Momory Card seines künstlich intelligenten Haushaltsroboters ins Hirn, woraufhin die Holde – „back from the dead“ und halb Mensch, halb Robo – Rache an allen möglichen Kleinstadt-Bösewicht-Charakteren nimmt…
Wes Craven gebar zwischen seinen einschlägigsten Knüllern „Nightmare On Elm Street“ und „Scream“ mehrere mehr oder minder erfolgreiche und auch bedeutsame Horrorschinken, darunter „Shocker“, „People Under The Stairs“, „Die Schlange im Regenbogen“ und eben auch „Der Tödliche Freund“ – einen Grusler mit deutlichen Cyber- bzw. Cyborg-Einschlägen - um den es heute geht.
Die Story vom netten Hausroboter BeeBee, dessen Chip der hirntoten Samantha wieder auf die Sprünge helfen soll, ist durchaus ganz nett und unterhaltsam geraten,
Highlight des Films sind aber ganz klar die Morde, die der „Fem-Bot“ begeht. Um genauer zu sein, ist es sogar nur eine Szene, die besonders im Gedächtnis bleibt und zu begeistern weiß, und zwar die Szene, in der Robo-Sam eine böse, alte Nachbarin mit einem Basketball enthauptet. Allerdings muss das Opfer sich nicht nur, wie das oft so üblich ist, seines Gedankenapparates entledigen, welcher sich dann rollender Weise aus dem Bildschirmrand verabschiedet,
nein: das Opfer bekommt einen Basketball mit voller Wucht an die Omme gedonnert, woraufhin diese in tausend blutige Einzelteile zerplatzt. Und wär’ dies allein nicht schon geil genug, wankt das kopflose Opfer dann auch noch ein paar bezaubernde Momente oben ohne und mit sprudelnder Halskrause durchs Zimmer, bevor es sich dem Fußboden annimmt und dort fröhlich weiter zuckt und blutet.
- Sorry, dass, ich diese Szene so ausführlich behandle und den Rest eher vernachlässige, aber *WOW!* - was für eine hammer Szene!!! Genau wegen so was ist man diesem Genre doch überhaupt so zugetan! …Wahnsinn ey, sollte echt jeder anständige Splatter-Fan gesehen haben, die Szene…
Ansonsten? Ansonsten gibt’s außer einem nervige Fiepstöne von sich gebenden Killer-„R2D2“, einer extra pixeligen Egoperspektive und einer staksig herumeiernden, sprich: nicht wirklich gelungen Roboter-Bewegungen imitierenden Hauptdarstellerin eigentlich nicht wirklich viel zu bestaunen, aber der Streifen hält trotzdem fast ohne Spannungseinbruch bei der Stange.
Fazit:
Horrorvariante von „Nummer 5 lebt“, die sich vor allem durch eine markante Szene auszeichnet. Fährt auf der gleichen Schiene wie der eher unbekannte „Evolver“, den ich auch jedem, insofern man auf noch nicht sooo perfektionistischen Cyber-Horror aus den 90ern abfährt, nur wärmstens empfehlen kann.