Cooler Oldschool-Actioner mit The Rock in der Hauptrolle.
Story:
Chris Vaughn (The Rock) kehrt nach 8 Jahren Dienst bei den Special Forces in seine Heimatstadt zurück. Das Sägewerk, bei dem er arbeiten wollte, wurde geschlossen. Stattdessen gibt's jetzt ein Casino inklusive Striplokal, dass sein Rivale von der Highschool, Hamilton aufgezogen hat. Bei einem abendlichen Besuch bemerkt Chris, dass mit gezinkten Würfeln gespielt wird. Nachdem seine Beschwerde nicht ernst genommen wird, bricht eine Schlägerei aus und er wird fast zu Tode geprügelt. Nachdem er wieder fit ist, will er die Sache dem Sheriff melden, doch der unternimmt nichts. Also greift er zur Selbstjustiz, macht Kleinholz aus dem Kasino und wird bei der anschließenden Gerichtsverhandlung frei gepsrochen, statt 18 Jahre in den Knast zu wandern. Er will Sheriff werden und das Gesetzt in die eigenen Hände nehmen...
Die Story ließt sich nicht wirklich innovativ und wude in ähnlicher Form auch schon so manches mal verfilmt. Zudem "Walking Tall" auch nur ein Remake eines Films aus den frühen 70ern ist. Aber ein gut gemachtes, das kann man auf jeden Fall festhalten. Die Rolle des Underdogs ist The Rock wie auf den Leib geschrieben und er spielt sie sehr überzeugend. Es lassen sich auch kleine Paralellen zu "Rambo" erkennen, der die Drehbuchautoren ebenfalls beinflusst haben dürfte. Nur geht's hier weniger bleihaltig zu, sondern es wird mehr mit "schlagkräftigen" Argumenten geredet.
Etwas ungeschickt ist leider die Verteilung der Action. Während in der ersten Hälfte bis auf die Schlägerei im Casino so gut wie nichts passiert, geht's dann in der zweiten Hälfe praktisch pausenlos zur Sache. Das hätte man vielleicht etwas besser ausbalancieren können. Richtig ärgerlich hingegen sind die unnötigen Schnitte bzw. Einstellungen, um ein PG13-Rating zu bekommen. Das wird an etlichen Stellen deutlich und hätte wirklich nicht sein müssen. So ein Film ist nichts für die breite Masse, sondern bleibt Genrefans vorbehalten, die dafür auch die volle Packung bekommen sollten. Zumindest für die DVD hätte man ja den Director's Cut verwerden können.
Schauspielerisch ist hingegen alles im grünen Bereich. The Rock und "Jackass"-Comedian Johnny Knoxville geben ein prima Duo ab und vor allem Knoxville hat ein paar coole Sprüche auf den Lippen. Die übrigen Darsteller fügen sich gut ins Geschehen ein, im Grunde konzentriert sich der Film aber nur auf seinen Hauptdarsteller. Der Soundtrack ist ebenfalls gut gelungen und bietet meistens Rock aus den 70ern, der die einzelnen Szenen passend untermalt.
Auf CGI wurde größtenteils verzichtet und die wenigen Effekte fallen nicht wirklich auf. Man hat sich auf die Filme der 70er und 80er besonnen, als es noch ohne große Computertricks ging. Hätte man jetzt noch die Eier gehabt, ein R-Rating durchzusetze, wäre sogar durchaus die Höchstwertung dringewesen, so bleibt's aber immer beim oberen Drittel der Wertungsskala.
Fazit: Actionfanatiker können bedenkenlos zugreifen. Kurz, knackig und actiongeladen (wenn auch erst im zweiten Teil) präsentiert The Rock einen Actionfilm der alten Schule, der einfach Spaß macht.
8 von 10 Punkten