Review

Inhalt:
Soldat Chris stellt nach seiner Rückkehr vom Jahrelangen Militärdienst in seine Heimatstadt fest, dass diese sich von der lauschigen Kleinstadt in einen maroden, von Drogen und Kriminalität zerfressenen Sumpf gewandelt hat. Auslöser des ganzen scheint sein ehemaliger Schulkamerad Jay zu sein, der mittlerweile Casinobesitzer ist. In diesem wird nicht nur falsch gespielt, sondern auch mit Drogen gehandelt. Da auch der Sheriff auf Jay’s Gehaltsliste steht, muss Chris das Gesetz in die eigenen Hände nehmen...

Bewertung:
Der Film wurde damals im Kino standesgemäß beworben, war jedoch wundersamerweise schon wieder aus dem Programm, bevor ich ihn mir anschauen konnte. Und auch ansonsten fallen einige Dinge negativ auf. So erinnert der Film stellenweise irgendwie an eine TV-Produktion und auch seine Länge ist dementsprechend knapp gehalten. Damit will ich nicht sagen, dass der Film schlecht, billig oder gar Trashig ist. Ansonsten gibt es nämlich nur positives zu sagen, dennoch sei es angemerkt. The Rock überzeugt in seiner Rolle und auch Johnny Knoxville ist seine Rolle als Chaotischer Ray auf den Leib geschrieben. Bösewicht Jay wird von Neal McDonough überzeugend in Szene gesetzt und auch die Story ist originell, wenn auch das Grundkonzept der Selbstjustiz nichts Neues ist. Der Soundtrack ist großteils -für einen Actionfilm eher untypisch- Blues-lastig, was aber positiv erwähnt sei, weil sich dies perfekt in die Filmathmosphäre einfügt. Die Action in diesem Film ist absolut Bahnbrechend. Ein Schlag ins Gesicht eines Darstellers wirkt hier mehr als 100 in einer anderen Produktion. Jeder Hieb ist so umgesetzt, dass man sich buchstäblich vorm Fernseher vor Schmerzen krümmen will. Computereffekte sucht man hier vergeblich und wenn Bösewicht Jay kein Handy hätte, wüßte man auch nicht, ob der Film in der Vergangenheit spielt oder in der Gegenwart, da bis auf die Autos und den ein oder andere Gegenstand nichts auf die Jetztzeit hinweist. Und dies ist sehr löblich, da diese Tatsachen dem Film einen zeitlosen Glanz verleihen. Ich lehne mich sogar so weit aus dem fenster und sage, dass Filme wie „Walking Tall“ in ferner Zukunft noch ansehnlich sein werden. Länger wie namentlich ungenannte 200Millionen-Projekte mit Computertechniken. Denn hier ist einfach ein kleines Kaff, ein Mann, der die Jutiz in die eigenen Hände nimmt und Ende. Sonstiger SchnickSchnack ist unnötig. „Walking Tall“ ist ein knallhart umgesetzter Oldschool-Actionfilm mir grandios in Szene gesetzten Schlägereien. Auch hier wurde auf spektakuläre Martial-Arts-Einlagen verzichtet, stattdessen gibt’s zu gut deutsch immer mitten auf die Fresse. Das größte Manko des Films ist jedoch die geringe Länge von 82 Minuten, wobei hier noch ein 10-minütiger Abspann eingerechnet ist! Viele Dinge im Film werden nur angedeutet oder im Schnellverfahren abgehandelt, so zum Beispiel die (absolut Überflüssige) Liebesgeschichte. Dies schadet dem Film sehr und zieht ihm in meiner Wertung 2 Punkte ab. Mindestens 100 Minuten hätten dem Film gut getan. Vorteil für die Leute, die sich schnell langweilen, denn Langeweile kommt dadurch natürlich nie auf!!
Schade, dass der Film nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die er in meinen Augen verdient hat. Die Actionfans, die ich kenne, sind alle begeistert von dem Film.

Fazit:
Knallharter Oldschool-Actionfilm mit einem überzeugenden Dwayne „The Rock“ Johnson als Soldat, der das Gesetz selbst in Hand nimmt und dabei mächtig austeilt. Die Action ist absolut packend umgesetzt und außer der geringen Länge sticht nichts besonders negativ hervor.

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