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Es geht um einen Marine, der in sein Heimatdorf zurückkehrt und einen kleinen Sündenpfuhl vorfindet. Offenbar werden Drogen verkauft und konsumiert und die Sägemühle, in der sein Vater arbeitete und er arbeiten wollte ist geschlossen. Stattdessen ist der größte Arbeitgeber nun ein Casino. Doch darüber steht erstmal die Widersehensfreude mit Familie, Freunden und auch Feinden, wie Hamilton, dem Badguy dick auf der Stirn geschrieben steht. Ernst wird es erst als Chris in Hamiltons Casino feststellt, dass die Spiele getürkt sind.
Die Situation eskaliert und Vaughn wird zusammengeschlagen und mit einem Teppichmesser übel zugerichtet. Dank PG-13 Rating sieht man davon natürlich nichts, aber auch die Vorstellung alleine ist schon heftig genug.
Rache nimmt Vaughn aber erst als sein Neffe, nach Konsum von Drogen, die die Casino- Wachleute verkauften, kollabiert.
Die Szene in der Vaughn zum 2X4, statt zur Schrotflinte greift, sowie der anschließende "Amoklauf" und die Zeitlupen und Toneffekte nach der Tat, bzw. bei Vaughns Realisierung des Ganzen, sind die klaren Highlights des Films.
Kurz danach folgt allerdings schon der Tiefpunkt des Streifens, wenn Chris erst eine flammende Rede vor Gericht hält, frei kommt und dann auch noch zum Sheriff gewählt wird. Da kann der Film auch noch so sehr von einer wahren Begebenheit inspiriert sein - diesen Schmarn kauft niemand ab. Der ganze Käse natürlich nur damit es am Ende ein Happy End geben kann. Badguy im Knast, die Sägemühle ist wieder in Betrieb, Rock hat die heiße Frau und wahrscheinlich sind alle Drogensüchtigen geheilt.
Dennoch bleibt der Film unterhaltsam, dank ordentlich und mal wieder schön altmodisch inszenierter Action sowie einigen unterhaltsamen Szenen, wie Beispielsweise die Suche nach Drogen im Wagen einer Casino-Secruity. Doch trotz solcher Szenen und des Mitwirkens von Johnny Knoxville als Sidekick ist "Walking Tall" keine Action-Komödie.

Fazit: In den 80ern wäre dieser Streifen wohl komplett untergegangen. Heute sind solche Streifen im Kino fast schon eine Seltenheit. Kurz, mit roher, aber nicht wirklich brutaler, Action versehen und solide/ altmodisch inszeniert, sprich ohne Wirework oder Zeitlupengeballer. Nichts mit dem man den Durchbruch schaffen könnte, aber ein weiterer unterhaltsamer Streifen in der Filmography des Dwanye "The Rock" Johnson, der mit seinem Charisma und können diesen Film ohne Mühe trägt.

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