Neben Jason Statham und Vin Diesel darf sich spätestens nach "Walking Tall" auch der ehemalige Wrestling-Star Dwayne "The Rock" Johnson in die Liga der Actiondarsteller einreihen. Gut, echte Charakterdarsteller sind sie alle nicht, aber man bekommt von ihnen immer das geboten, was man sehen möchte - pralle Action in simpler Story!
Chris Vaughn (The Rock) kehrt in seine Heimatstadt zurück, um dort das Sägewerk seines Vaters zu übernehmen. Doch während seiner Abwesenheit hat sich in dem idyllischen Örtchen einiges verändert. Sein ehemaliger Freund hat die Stadt in einen Drogenpool und ein Spieleparadies verwandelt. Chris lässt sich von den Einwohnern zum Sheriff wählen, um in der Kleinstadt mächtig aufzuräumen.
Geballte Action verpackt in einer simpel gestrickten und eigentlich ziemlich sinnfreien Geschichte hat man schon in vielen Filmen gesehen - doch "The Rock" verleiht diesem Film seine ganz eigene Marke. Er ist zwar kein tiefgründiger Charakterdarsteller, aber dennoch kann er die Rolle des "Aufräumers" aufgrund seiner beeindruckenden Statur und seines sympathisch-charmanten Auftretens wirklich sehr überzeugend verkörpern. Und er tut eben das, was sich Actionfans erhoffen - Bösewichte zusammendreschen und ordentlich aufräumen! Genau diese geballte Action macht "Walking Tall" aus, in allen Belangen - sie ist toll choreografiert und kommt wie ein Dampfhammer daher.
Einziges Manko an diesem sehr unterhaltsamen und krachenden Actionfilm ist die kurze Laufzeit, die dem Geschehen kaum eine Möglichkeit gibt, sich voll und ganz zu entfalten. Hätte man dem Film 10-15 Minuten mehr Spielraum gegeben, wäre mit Sicherheit noch viel mehr drin gewesen. Der Film wird zu keiner Zeit langweilig, keineswegs, aber gerade durch dieses relativ gravierende Manko hat man ihm ein ganzes Stück Potenzial vorweggenommen, und genau dadurch bekommt man zwar Unterhaltung pur geboten, jedoch fliegt "Walking Tall" am Zuschauer vorbei, ohne dass er wirklich viel davon hatte.
Trotzdem gibt es sehr solide 7 Punkte.