Das von Kevin Bray inszenierte Remake des gleichnamigen Selbstjustizactioners aus dem Jahre 1971 war zwar an den Kinokassen kein Massenmagnet, doch ein unterhaltsames Filmchen ist das Ganze trotzdem geworden. In den USA spielte er 46 Mio. $ ein, was dem Budget das Films entspricht.
Chris Vaughn (Dwayne "The Rock" Johnson) kehrt von der Armee in seine alte, geliebte Stadt zurück. Doch in der Zwischenzeit hat sich einiges verändert. Das Sägewerk, einst Arbeitsplatz vieler Bewohner wurde geschlossen. Die neue Attraktion der Stadt ist ein Casino, dessen Chef ein alter Highschool-Rivale ist. Chris denkt sich erstmal nichts dabei, bis er bei einem Besuch im Casino entdeckt, das falsch gespielt wird und ist stocksauer. Es kommt kurzerhand zu einer Prügelei und er wird schwer verletzt. Doch die Jungs vom Casino haben sich definitiv den Falschen zum Feind gemacht...
Klar ist die Story inhaltlich recht dünn und sehr einfach gestrickt, aber somit erinnert der Film an die guten, alten Actioner der 70er und 80er. "The Rock" macht seine Sache jedenfalls sehr gut und ist neben Vin Diesel die Hoffnung des modernen Actionfilms, wieder zu alter Güte zurück zu finden. Auch der Rest vom Cast spielt ok, es ist halt alles auf typischen Actionfilmniveau, was das Ganze ja letztendlich auch ist.
An Action wird hier gut was geboten, allerdings auf kinderfreundlichen Niveau. Da "The Rock" ja auch unter Jugendlichen viele Fans hat, wollte man diese natürlich auch zur Kasse bitten und hat somit das Ganze auf PG-13 gekürzt und nicht als R ins Kino gebracht, was weniger Geld bedeutet hätte. Und Geld regiert ja bekanntlich Hollywood, weshalb man froh sein kann, überhaupt mal wieder einen Oldschool-Actioner sehen zu können.
Sicher ist "Walking Tall" kein filmisches Meisterwerk, aber dafür ein guter kurzweiliger und enorm unterhaltsamer Actioner mit dünner Story und ordentlich Haudrauf-Action.
7 von 10 Punkten.