Review

Ich gebe zu, ich bin kein Fan von Animes und versteh auch nichts davon.
UROTSUKIDOJI fand ich zwar wahnsinnig geil, ebenso NINJA SCROLL und KITE, doch bereits an JIN-ROH, RECORD OF LODOSS WAR und POKÉMON hab ich mir die Zähe ausgebissen und auch GHOST IN THE SHELL hatte mich nicht so wirklich geflasht.
Teil 2 ist ganz Anime typisch in eine Story verpackt, bei der man alle zehn Sekunden die Pause-Taste betätigen muss, um das gerade Aufgenommene mental etwas zu verdauen und wenigstens ansatzweise mitzukommen. Aufs Hirn regnet sich dafür aber eine überaus betörende Bilderflut – ein Mix aus Computer-Animationen und handgemachten Zeichnungen - ab, neben der bewusstseinserweiternde Drogen wie Opas „Gletscherbries“ aussehen.
Schön auch, dass der Streifen so zum Nachdenken anregt. Alle Charaktere, darunter auch der Cyborg-Bulle aus Teil 1, lassen selbst beim Arschauswischen hochgeistige theologische Phrasen vom Stapel und ängstigen uns mit philosophischen Fragen über Existenz, ihren Sinn und Zweck, wer mehr Seele hat: Menschen mit Robo-Upgrades oder Robo’s mit künstlicher Intelligenz, und welche M&M’s besser schmecken: die mit den Nüssen drin oder die ohne.
Bei mir hat’s geklickt und geknarrt, ganz gecheckt hab ich den Streifen aber nicht. Für ein objektiveres Urteil würde ich also wohl einen zweiten Durchlauf benötigen, zu dem es aber wahrscheinlich nicht kommen wird. Nicht, weil mir der Film von Grund auf missfallen hätte, ganz im Gegenteil, sondern vielmehr weil ich befürchte, dass selbst dann noch Fragen zur Story bei mir offen bleiben würden.
Fazit daher: Für Anime-Fans bestimmt das Nonplusultra, für viele aber gewiss zu hoch, und wer verteufelt verzwickte und komplexe Rubik’s Cub-Handlungen nicht handhaben kann, wird sich hier auch relativ schwer tun.
Von mir also keine wirkliche Wertung. Ist nicht mein Genre…

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