Review

Inhalt:

In der chinesischen Martial-World..., einer Welt der Clans und Helden, sowie dem ewigen Kampf um die Vorherrschaft.

Der Chief of HuaShan (Ching Miu) sieht es als zwingend notwendig an, dass die beiden wichtigsten Manuals -Handbücher über die tödlichsten Skills des WuShu und KungFu-, in die Hand seines gemäßigten Clans gelangen.
Hierzu wird "Flying Hero" Gao Jiou Ru (Chen Hung-Lieh) beauftragt, und dies ist eine äußerst gefährliche Mission!
Den einen Teil des Manuals hat "Winged Tiger" Deng Fei (Cheng Lui), der andere ist im Besitz der Yin-Familie, die im Yin-Forrest lebt, und dessen Oberhaupt Master Yin (Tien Feng) ist, genannt der "King of Hades".

Gao Jiou Ru stellt Deng Fei..., besiegt diesen, und gelangt so an den ersten Teil des Manuals. Gao nimmt die Identität Deng Feis an, und schleust sich so in die Yin-Familie.
Er heiratet gar in diese Familie ein..., die bildschöne Schwester von Master Yin, die äußerst attraktive Cai Fa (Angela Yu), wird zu seiner Frau.
Andere des Clans, wie der zwar blinde aber listige You Ming (Wei Pin-Ao) und "Jade Face" Bai Yun Sheng (David Chiang) sind zwar skeptisch was Gao betrifft, doch läuft noch alles nach dessem Plan.
Auch als der Leichnam von Deng Fei aufgefunden und in die Yin-Residenz geschafft wird, behält Gao die Nerven..., er händigt Master Yin seinen Teil des Manuals aus, um Zweifel zu zerstreuen.

Als jedoch Cai Fa ein Gespräch zwischen Gao und Liu Yan Qing (Annette Sam Yuet-Ming) von den HuaShan, die Gao im Hintergrund zur Seite steht, heimlich mitbekommt, fliegt denn alles auf.
Es kommt zum Kampf, und Gao Jiou Ru wird gefangen gesetzt. Doch Gao ist nicht nur ein exzellenter Kämpfer, er hat auch einige Tricks auf Lager.
In diesem mörderischen Ringen um die beiden wichtigsten Manuals der Martial-World sind noch längst nicht alle Messen gesungen.
Es kommt zum überaus blutigen Kampf..., zum endgültigen Show-Down um Leben oder Tod....!


Fazit:

Ein schneller (77 Minuten Laufzeit), und sehr ordentlicher Eastern, den Regisseur Shen Chiang bereits im Jahre 1970 für die Studios der Shaw Brothers in Szene setzte.
In den exquisiten Studio-Sets der Shaw Brothers, mit nur wenigen Außen-Aufnahmen, eben der typischen Shaw-Atmosphäre, gestaltete Shen Chiang eine flotte, insgesamt spannende Story, um einen Helden, der im Kampf um zwei Manuskripte und die Macht in der fantasievollen Martial-World Chinas, versucht, den Überblick zu behalten und siegreich zu sein.
Das ging in der Residenz des Yin-Clans nicht immer ohne Längen vonstatten..., doch insgesamt hat der Streifen ein gutes Tempo, und der Film unterhält den Eastern-Fan auf solide Weise recht ordentlich.
Aus dem ja äußerst umfangreichen Kanon der Shaw Brothers ragt "The Winged Tiger" natürlich nicht heraus..., ein solide-flotter Eastern "für zwischendurch" für die Anhänger der Shaw Brothers..., würde ich mal sagen.

Die Duftmarken sind schnell gesetzt, der Held der Geschichte -dargestellt von Cheng Hung-Lieh, hier mal der "Gute"- wird in den ersten Szenen in Kenntnis über seinen Auftrag gesetzt, und dann geht es los.
Cheng Hung-Lieh fightet gegen Cheng Lui..., dann geht es unter dessen Identität in die Residenz des anderen Feindes..., Genre-Ikone Tien Feng. Und da reduziert sich das anfangs hohe Tempo..., im Intrigen-Geflecht eines feindlichen Clans.
Nicht ganz ohne Längen geht es also weiter..., doch zieht die Regie das Tempo dann wieder an..., und die Ereignisse überschlagen sich.

"The Winged Tiger"..., eben eine solide, insgesamt spannende Unterhaltung für die Fans der Shaw Brothers.
Cheng Hung-Lieh spielt den Helden in einer etwas arroganten Art, er ist flink und immer darauf aus, sich den brenzligen Situationen zu entziehen, er macht seine Sache recht ordentlich.
Tien Feng, mal wieder der Oberbösewicht, spielt seine ganze Routine aus, und ist eher unterfordert in diesem Streifen.
Wei Ping-Ao ist als blind-listenreicher Spion in einer für ihn ungewohnten Rolle zu erleben, die er solide meistert.

David Chiang, kurz vor seinem ersten Solo-Hit "The New One-Armed Swordsman" ("Das Schwert des gelben Tigers" - siehe mein Review auf dieser website) und damit seinem Aufstieg zu einem der MegaStars der Shaw Brothers stehend, hat hier nur eine fast zu vernachlässigende Neben-Rolle.
Die Damen sind nicht zu verachten..., die niedliche Annette Sam Yuet-Ming versucht tapfer im Hintergrund dem Helden den Rücken frei zu halten.
Und Angela Yu..., sie ist fast der heimliche und eigentliche Star dieses Eastern..., ein facettenreiches Rollenbild das sie ausfüllt, Vamp und ausgenutzte Frau in einem, mal naiv, dann wieder ohne Skrupel wirkend. Und sie ist eine der Sexbomben der Shaw Brothers..., äußerst attraktiv und mit schlanker Traumfigur..., würde ich sie nur dann von der Bettkante stoßen, wenn ich mit Dreisprung-Queen Yargelis Savigne liiert wäre.

Natürlich wird in einem Eastern wieder viel gefightet..., 1970 herrschte noch der Kampf mit der Waffe vor, vor allem dem Schwert.
Viele rasante, genreüblich auch mal tricky, und sehr blutige Kämpfe..., mit KungFu-Schlägen und -Tritten aufgelockert..., die Fight-Dichte und die Intensität wie der dynamische Drive der Action nimmt mit der Laufzeit natürlich zu, die Fights machen Laune und bringen die Handlung voran.
Fighting-Instructors sind hier die beiden besten Männer Run Run Shaws in dieser Hinsicht: Tang Chia und Lau Kar Leung, die bereits in der Früh-Phase des Genres erstaunlich rasante und visuell ansprechende Kampf-Choreographien auf die Leinwand brachten.

"The Winged Tiger"..., wieder ein insgesamt solide unterhaltender, früher Eastern der Shaw Brothers-Studios..., eher für den Konsum "zwischendurch", aber das ist ja auch was Wert.

6/10.

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