Der englische Forscher Waldemar Daninsky macht sich mit einer Expedition auf den Weg in den Himalaya, um dort den sagenumwobenen Yeti zu suchen. Die einheimische Crew ist davon nicht sehr begeistert, da es im tibetischen Karakorum Dämonen geben soll. Doch als Waldemar, getrennt von seiner Crew, so durch den Schnee stapft, entdeckt er eine Höhle, bewohnt von zwei kannibalischen Nymphen. Zeit also für die für Naschy typischen Einlagen solcher alten Horrortrasher, in denen Frauen den kleinen, dicklichen Sympathen sexuell verstricken, als Resultat quasi verpassen die beiden Schönheiten ihm auch noch sein Lieblingskostüm, nämlich den Werwolfspelz. Das bringt einiges an Blut neben den Nuditäten auf den Bildschirm, zumal sich zu dem bunten Treiben auch noch Banditen gesellen, der sadistische Sekkar Khan und seine Leute sind offensichtlich von den Mongolen mitsamt sleazigem Harem abgekupfert. Mit einem unglaublichen Multikultiverständnis mischt das Drehbuch verschiedenste Kulturen zusammen und mittendrin unser Held mal wieder, wie in diversen seiner Filme als Waldemar Daninsky, der sich im Pelz und laut „Uuaaahh“ schreiend auf seine Opfer stürzt. Das Gemäuer der Bösewichte könnte auch das europäische Mittelalter darstellen, Gefangene im Kerker, Folter und die teuflische Hexe Vandessa, das ist Belustigung pur für den Trashfreund. Zwei Dinge kann man „Werewolf And The Yeti“ gewiss nicht nachsagen, nämlich erstens, langweilig zu sein (allein schon wegen den immer wieder stümperhaften, überraschenden Schnitten) und zweitens so brutal zu sein, dass der Film nun nachvollziehbar auf der englischen Video Nasties Liste gelandet ist. Sicher setzt dieser spaßige Schund mehr auf offensive Bilder, als auf ein funktionierendes Drehbuch oder gar eine atmosphärische Umsetzung, dafür reicht das Gezeigte von unfreiwilliger Komik bis zu Irrwitz. Wild zusammengeklaut ohne Rücksicht auf Versatzstücke aus diversen Erdteilen ist dies ein weiterer unterhaltsamer B-Horror aus der Feder von Paul Naschy.
Fazit: Die spanische Saga um Waldemar Daninsky ist ein weiteres Mal kultverdächtig fortgeführt. Viel zu schade, um in der Trashversenkung zu verschwinden. 6/10 Punkten