Im zweiten Weltkrieg versuchen einige Nazis unter der Führung des Russen Rasputin das Tor zur Hölle aufstoßen. Doch mehr als eine kurze Öffnung sollte nicht gelingen, da eine amerikanische Spezialeinheit einschreitet und den Plan der Nazis, dämonische Mächte kriegsentscheident für sich zu nutzen, zu zerstören.
Doch dabei gelangt ein kleines Wesen aus dem Tor, das die Amis mitnehmen. Ein Wesen, das später ein wertvoller Verbündeter im Kampf gegen das Böse sein wird - dem "Hellboy" - denn Rasputin versucht nach Jahrzehnten seine teuflischen Pläne um jeden Preis zu Ende zu bringen....
Ron Perlman, der den "Hellboy" verkörpert, ist hier in der Rolle seines Lebens. Kein Anderer hätte diese Rolle so genial spielen können - ein rauhbeiniger, rauchender und vom Liebeskummer gequälter, extrem cool auftetender Held - extrem starke Konkurrenz für "Blade" der bis dato die Coolness im Dauerabo inne hatte.
Aber auch Selma Blair kann dem Film mit ihrer Person optische Reiz zuführen.
Die Regie von Guillermo del Toro is auch hier mal wieder über jeden Zweifel erhaben, schon nach den ersten Minuten fühlt man sich in eine dichte, düstere und geheimnisvolle Welt versetzt.
Auch die Effekte können durchweg überzeugen, vor allem wenn man bedenkt das das Budget "nur" 60 Mio. USD betrug. Allerdings ist "Hellboy" aber auch kein Massencomic wie "Spider-Man" oder "X-Men" wodurch sich das für eine moderne Comicverfilming recht niedrige Budget erklärt.
Die einzige größere Schwäche dieses Films ist lediglich die Story, die im Gesamtkontext gesehen nicht gerade sehr tiefsinnig und hintergründig ist. Aber wir sprechen hier ja auch nicht von einem komplexen Familiendrama über Intrigen, soziale Konflike und ähnlichem, sondern von einer unterhaltenden Comicverfilmung die für jederman verständlich sein muss.
Alles in allem ist "Hellboy" ohne jeden Zweifel eine der besten Comicverfilmingen der letzten Zeit. Der Film ist spannend, unterhaltsam, düster und nicht lächerlich wie andere in letzter Zeit veröffentlichte Comicfilme.
8 von 10 Punkten.