Review

Das Leben scheibt komische Geschichten. Diesen Gedankengang will wohl auch Open Water mit der anfänglichen Einblendung provozieren. Beruht auf einer wahren Begebenheit. Wie ernst man dies nehmen sollte, ist mir nach dem Ende des Films allerdings nicht so klar. Nun gut, soll jeder selbst entscheiden.
Es geht um das Paar Susan (Blanchard Ryan) und Daniel (Daniel Travis), welches im Urlaub einen Tauchgang unternimmt. Das Boot ist mit 20 Leuten gut gefüllt und es geht hinaus auf die offene See. Durch die Unaufmerksamkeit des Leiters bleiben susan und Daniel allerdings auf dem Meer zurück.

Und daraus bezieht der Film seinen Hauptteil. Das Treiben auf dem offenen Meer, das Verlorensein und kaum eine Hoffnung auf Rettung. Es werden auch die verschiedenen Stadien von Hoffnung über Aggressionsstau bis hin zur Resignation gezeigt. Dabei erreicht der Film es zwar, sich in die Protagonisten einzufühlen und das "was würde ich tun"-Gefühl zu erzeugen. Er trägt sich über die Spielzeit und hat kaum Längen. Nur ist es eben so, dass der Ideenreichtum auch mal baden geht. Nach dem vierten Haialarm ist eben die Luft etwas raus. Daniels Sarkasmus ist zwischendurch immer wieder eine willkommene Abwechslung. Die beiden Akteure machen ihre Sache gut, der Pseudo-Dokustil gewöhnungsbedürftig. Mit "Blair Witch auf dem Wasser" wurde dieses Machwerk angepriesen. Gemein ist ihnen am auffälligsten die technische Seite mit ihren per DV-Kamera gefilmten grobkörnigen, mitunter wackeligen Bildern.
Auf einen Soundtrack wurde grösstenteils verzichtet, ab und an gibt es was zu hören. Das komplette fehlen musikalischer Untermalung wäre dem Film allerdings noch besser bekommen. Das Ende kommt abrupt und ist gelungen.

Fazit:
Insgesamt ein Film mit einer tollen Grundidee, die aber auch aufgrund ihrer selbst nicht für übermässig mehr Einfälle zu gebrauchen ist. So bleibt es mässig Spannend aber grösstenteils interessant. Ein ungutes Gefühl hab ich grösseren Wassermengen jedenfalls immer noch...

Details
Ähnliche Filme