Review

"Open Water" also...eigentlich eine vielversprechende Thematik, die dieser Film beinhaltet. Die archaische Angst des Menschen, allein und hilflos auf hoher See treibend, kein Land oder Schiff weit und breit, um einen herum nur das endlos weite Meer...und noch eine andere, nicht greifbare und unsichtbare Gefahr...Stoff für eine spannende Story, einen echten Kampf ums Überleben.

Leider hält der Film aber im weiteren Verlauf in keinster Weise das, was der eigentlich vielversprechende Anfang dem geneigten Zuschauer suggeriert. Langatmige Szenen zweier im Meer treibender Taucher, weit ab von jeglicher Rettung, dann die aufkommende Panik, wenn man erkennt, dass man nicht mehr wirklich "allein" ist, der aussichtslose Überlebenskampf bis zum bitteren Ende...all das wird in endlosen Bildern nicht enden wollend durchgekaut, bis der Zuschauer am Schluss in seinem Sessel sitzt und sich fassungslos fragt, warum er sich den Streifen überhaupt angeguckt hat!? Denn sinnloser kann ein Filmprojekt nicht sein. Und dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruhen soll, kann man auch nicht ganz nachvollziehen, da das Ende dies prinzipiell kategorisch ausschließt.

Schade, eine gute Idee in meinen Augen leichtfertig vertan. Niemals zuvor hat mich ein Film dermaßen enttäuscht, vielleicht auch gerade deswegen, weil ich mir viel mehr von der Story und ihrer visuellen Umsetzung versprochen habe. Und jetzt läuft auch noch "Open Water 2" in den Kinos an, eine ähnliche Geschichte mit einer Handvoll mehr Protagonisten...vielleicht hat man es diesmal geschafft, die Umsetzung so zu gestalten, dass der Zuschauer am Ende nicht einfach nur ratlos zurückgelassen wird. Wir werden es sehen.

Bizzy

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