"Open Water" zählt zu den Filmen, die man nicht gesehen haben muss. Oder besser gesagt, es handelt sich um einen absoluten Reinfall mit Pauken und Trompeten. Als spannungsgeladen angepriesen und in einem Atemzug mit "Blair Witch Project" verglichen, bietet dieser überflüssige Streifen von Anfang bis zum Ende weder Nervenkitzel noch Atmosphäre. Regisseur Kentis hatte für die Produktion dieses Pseudo-Horrors nur rund 150.000 Dollar zur Verfügung und das sieht man "Open Water" auch in jeder Szene an. Da das Geld für Special Effects nicht reichte, bediente man sich des Einsatzes einer Handkamera und versuchte dann, durch Schwenks und Schnitte Spannung zu erzeugen. Auch die beiden Hauptdarsteller können in ihren Rollen nicht überzeugen. Die gespielte Angst lässt den Zuschauer eher schmunzeln und mit den Protagonisten kommt auch nicht die Spur von Mitleid auf. Es stellt sich die Frage, welche Absicht Kentis mit der Inszenierung dieses lahmen Machwerks eigentlich verfolgte. Wollte er einen Horror-Film mit Psycho-Drama-Elementen verknüpfen oder ein Psycho-Drama mit Horrorelementen? Im Grunde völlig egal, denn beides ist gehörig in die Hose gegangen.