Dass dieser Film oftmals mit „Blair Witch Project“ verglichen wird, kann ich nicht so recht verstehen. Wahrscheinlich wird er nur deshalb damit verglichen, weil auch hier 2 Personen (bei Blair Witch Project 3 Personen) mitten im Nirgendwo sind. Aber von der Atmosphäre her ist „Open Water“ meilenweit von besagtem Vergleich entfernt. Die Idee an sich ist zwar ganz gut, aber es wurde einfach nicht richtig spannend umgesetzt. Aber nach dem Film hab ich mich auch gefragt, wie man diese Idee auch richtig verfilmen soll. Wenn 2 Leute mitten im Ozean treiben, was soll man da schon großartig filmen? Da wird nicht viel passieren, also insofern ist das im Film schon recht realistisch dargestellt, nur dass das halt nicht sonderlich interessant ist ^^ Bei „Blair Witch Project“ hat das alles noch richtig Spannung, weil das im Wald ja eine andere Umgebung ist und da hat man ja auch mit übernatürlichen Kräften zu kämpfen, aber hier ist ja alles ganz normal.
Ich kenne mich mit der Tiefsee zwar nicht wirklich aus, aber ich glaube, wenn man wirklich so auf dem Meer treiben würde, dann würde noch weniger passieren als in dem Film hier. Beispielsweise das mit den fiesen Quallen, das glaube ich nicht, dass das passieren würde, oder zumindest nicht so schnell.
Etwas ärgerlich ist auch der Umstand, wegen dem sie im offenen Meer treiben. Auf dieser Tauchexpedition nahmen 20 Teilnehmer teil. Und wenn es dann nur 18 sind, das fällt doch auf. Vor allem der Fehler mit dieser komischen Strichliste ist echt lächerlich. Bevor man wieder losfährt, werden die Teilnehmer auf jeden Fall noch mal durchgezählt. Hier wäre es besser gewesen, wenn man sich eine andere, glaubwürdigere „Ausrede“ überlegt hätte, warum die beiden zurückgelassen werden.
Spannung ist also keine vorhanden und Atmosphäre auch nicht. Das ist schlecht. Hinzu kommen noch die beiden Schauspieler, die das Schicksal erleiden. Anfangs wundern sie sich gar nicht großartig was das eigentlich soll und überhaupt scheinen sie es recht locker zu nehmen. Nur gegen Ende kommt mal ein Wutausbruch von dem Mann, aber das wars dann auch schon. Schauspielerisch kann der Film also auch nicht wirklich überzeugen.
Nur ganz am Schluss geht es noch mal etwas hektischer zu, als der Sturm aufzieht und man im Blitzlicht manchmal die Haie sieht, aber das rettet dann auch nicht mehr sehr viel.
Fazit: Diese Idee hätte man weitaus interessanter gestalten können, mit einem ganz anderen Aufbau des Films. Aber naja, wer neugierig ist, kann ihn sich mal ansehen, aber bitte nichts Großes erwarten.
Leider nur 2 von 10 möglichen Punkten.