Inhalt:
Der Ming-Kaiser (Ti Lung) ist in allergrößter Gefahr! Der 9. Lord (Jason Pai Piao) hat den Palast umstellt, und will die Macht an sich reißen. Der Kaiser begeht Selbstmord, doch gelingt es seinen getreuen Offizieren Li Zheng und Gu Long (Kwan Feng), den Kronprinzen und dessen jüngeren Bruder, beide noch Babies, vor dem 9. Lord und dessen Schergen in Sicherheit zu bringen, ebenso das kaiserliche Jade-Siegel und das "Emporers sword".
Dao Xing (Ti Lung), der Kronprinz, wird in das Kloster der Shaolin gebracht, wo er in einem Seitengebäude aufwächst. Seine Erziehung und Ausbildung in KungFu übernehmen hier 3 ziemlich unterbelichtete aber gewitzt-agile Meister:
Wu Zhi (Alan Chan), Wu Ming (Lam Fei Wong) und Wu Li (Ma Chao). Über 20 Jahre vergehen, und Dao Xing erlernt trotz chaotischer Bedingungen ein ausgezeichnetes KungFu.
Sein Bruder Zi Tai (Erh Tung Sheng aka Derek Yee), er wurde von Gu Long zum minggetreuen Premierminister Wang (Ku Feng) gebracht, und erlernt hier ebenfalls KungFu und eine atemberaubende Schwerttechnik.
Doch der 9. Lord hat seine Spitzel und Schergen überall, sogar im Kloster von Shaolin. Meister Ren und vor allem Meister Dao Kong (Lee Hoi San), der die "12 guards" des Klosters anführt...., sie sind diejenigen, die mit dem 9. Lord kollaborieren. Darüber hinaus kann der 9. Lord mit Unterstützung magischer Kämpfer rechnen, dem "Fire General" (Chiang Tao) und dem "Water General" (Yuen Bun), sie sind mit ihrem "Magic KungFu" extrem gefährlich.
Die beiden Brüder, Dao Xing und Zi Tai -Dao dabei bereits bei den Schergen des 9. Lords unter Verdacht- sie begegnen einander während einer rituellen Zeremonie. Während dieser rituellen Zeremonie versucht der "Water General" mit Zauberkräften Dao zu töten, doch kommt diesem Zi Tai zu Hilfe.
Die beiden Männer freunden sich an, und Dao verhilft Zi dazu, vom Kloster zu lernen...., dessen Abt (Chan Shen) ist hier wohlwollend.
Doch erkennen Ren und Dao Kong das "Emporers sword", welches Zi Tai mit sich führt..., damit sind die beiden Brüder nunmehr in höchster Gefahr.
Nach einigen Wirrungen, Intrigen und dem Tod von Premierminister Wang und Gu Long, erkennen die beiden Männer, dass sie Brüder sind, wer ihr wahrer Feind ist, und dass sie beide nur zusammen diesen besiegen können...
Es kommt zwischen den beiden Brüdern und dem 9. Lord zum blutigen, erbarmungslosen Show-Down........
Fazit:
Sehr gut! Der Eastern "Shaolin prince", eine Spät-Produktion des legendären Studios der Shaw Brothers gefiel mir trotz einiger kleiner Mankos ausgezeichnet.
Es ist ein unterhaltender, von hohem Tempo geprägter Streifen, dessen Stärken ganz eindeutig die von Tang Chia erstklassig arrangierten, rasanten und abwechselungsreichen Fights sind, sowie verschwenderisch-luxuriöse, surreal-unnatürliche Sets und ein glänzend aufgelegter Ti Lung, Hauptdarsteller dieses Streifens.
Der Film ist zwar durchaus spannend gemacht, doch ist er auch eine Mischung aus reinem Action-Eastern und einer Eastern-Komödie, sowie Magic-Effekten.
Für den komödialen Aspekt sorgen hier die 3 skurril-unterbelichteten aber auch gewitzten Shaolin-Meister, die Ti Lung hier die kampftechnische Ausbildung angedeihen lassen: Alan Chan, Lam Fei Wong und Shaw´s ewig schielender Clown vom Dienst, Ma Chao.
Und das könnte man fast als Manko dieses Streifens kritisieren. Es dürfte nicht jedermann´s Sache sein, Meister der Shaolin-Kampfkunst so dargestellt zu sehen. Ich empfand dies zunächst auch als übertrieben skurril, mitunter albern, doch "gewöhnte" ich mich erstaunlicher Weise relativ schnell daran, und fand, dass das mal auch etwas erfrischend anderes war. Ansichtssache.
Auch dass der Streifen eine Portion "Magic KungFu" enthält, und die Fights mitunter schon etwas übertriebene Tricky-Effekte haben, wird mancher als Manko werten..., doch gelingt es Tang Chia durch gehörigen Drive, ein konstant hohes Tempo zu kreieren, dass ich doch darüber hinweg sah.
Das ist schon irgendwie alles besonders gemacht von Tang Chia. Er steckt unheimlich viel in seinen Film hinein, vermischt Stile und Sub-Genres und man erhält eine absolut unterhaltende Melange..., mir gefiel´s jedenfalls.
Und in all diesen kunterbunten, surreal-künstlichen Kulissen..., da entdeckt man IHN, einen der größten aller Eastern-Star, den Solo-Geiger im Orchester Run Run Shaw´s: Ti Lung.
Der kann wirklich alles spielen, und kann jeden Streifen durch seine Darstellung nochmals heben, so auch hier.
Wenn es seine Meister mal wieder zu bunt treiben, ist er es, der sie auch mal gegen die Wand fahren lässt...., das ist der komödiale Aspekt seiner Rolle, doch Ti Lung kann auch anders.
Wenn es um Leib und Leben geht, wird es Ernst..., und Ti Lung besticht wieder durch seine excelent-vielseitige Kampf-Technik, sei es KungFu oder Waffenkampf...., hier vor allem BoJutsu, der Kampf mit dem Stock.
Sein CoStar ist hier Erh Tung Sheng, beide Darsteller harmonierten ja schon in "The sentimental swordsman" kongenial. Erh Tung Sheng´s Rolle ist durchweg ernst angelegt, und damit schon irgendwie ein Gegen-Pol zu Ti Lung. Das manifestiert sich auch in der Kleidung. Erh Tung Sheng durchweg edel.., Ti Lung in der Kutte oder der grauen Trainings-Tracht der Mönche der Shaolin.
Chef der villains ist Jason Pai Piao, der ja solche Rollen mit mimischem Talent immer wieder gekonnt zu meistern versteht. Auch er überzeugt den Betrachter, spielt den skrupellosen und eiskalten Bösewicht.
Ihm zur Seite stehen Shaw´s Dienst-Bösewichte Chiang Tao und Lee Hoi San. Als Shaolin-Kollaborateur des Oberbösewichtes Jason Pai Piao erschien mir Lee Hoi San als die ideale Besetzung. Und Chiang Tao dürfte sich ganz wohl gefühlt haben, hier mal sein villain-Repertoire dahingehend zu ergänzen, als dass er hier den MagicKungFu-Fighter "Fire General" abgeben durfte.
Der "Fire General" und der "Water General" (dargestellt von Yuen Bun), sie sind diejenigen die das Sub-Genre des Fantasy-Eastern sozusagen in diesem Streifen hier "vertreten".
Die Darsteller sind das eine..., die Action das andere. Wie gesagt, manche Effekte sind etwas übertrieben tricky...., klares Manko.
Insgesamt aber war das rassige, abwechselungsreiche und erstklassig choreographierte KungFu- und WuShu-Action..., mit zunehmender Laufzeit wurden die Fights häufiger und intensiver, ein rasantes Action-Potpurri...., und da geriet mitunter die Story ins Hintertreffen..., zumal Tang in seinen Streifen viel, zuviel, hineinpackte.
Etwas weniger wäre hier mehr gewesen...., doch die Action reißt trotzdem was raus.
Nun...., ich empfand "Shaolin prince" als einen insgesamt sehr unterhaltenden Eastern. Sicher, man kann manches kritisieren, doch war mein Gesamteindruck und mein Gefühl mich nach einem Film gut unterhalten gefühlt zu haben, positiv.
So gibt es 7/10 Punkte.