Review

Mit Ladyhawke verbinde ich einige schöne Kindheitserinnerungen, also Grund genug mir diesen mal wieder zu Gemüte zu führen. Wo man normalerweise ernüchtert feststellt, dass der Charme, den man als Kind so geliebt hat im Laufe der Jahre verflogen ist, kann Ladyhawke auch heute noch punkten.
Die Story um ein verfluchtes Paar, bei welchem der Mann (Rutger Hauer) nachts als Wolf sein Dasein fristet, während seine Geliebte (Michelle Pfeiffer) dazu verdammt ist tagsüber ihre Schwingen als Falke auszuspannen, weiß auch heute nmoch zu gefallen. Es liegt natürlich in der Natur der Sache, dass die Zeit in denen sich die beiden als Menschen sehen können kanpp bemessen ist. Doch zufällig kreuzen sich die Wege der beiden mit dem des jungen Philippe (Matthew Broderick), der den beiden helfen will, den Fluch zu brechen.
Bereits der Anfang zeigt, in welche Richtung der Film driftet: Feinste 80er-Unterhaltung, die einen leicht trashigen Unterton besitzt. Dafür sorgen neben der typischen Synthiemucke auch die teilweise sehr billig anmutende Ausstattung. So glänzen Schwerter als hätte man sie gerade mehrere Stunden poliert und Zweihänder sind gleichzeitig biegsam Degen, aber genau diese Details machen den besonderen Charme des Films aus. Denn obwohl ihm dadurch ein gewisser Trashgehalt zukommt, weiß der Film auf der anderen Seite vor allem durch die gute Leistung von Broderick zu gefallen. Auch Hauer und Pfeiffer passen perfekt auf ihre Rollen und der Oberbösewicht in Form des Bischofs von Aquila gespielt von John Wood passt ebenfalls sehr gut in die Rolle.
Die moderne Musik aus Synthesizern und E-Gitarren gepaart mit klassischen Klängen wirkt zunächst etwas befremdlich, aber schon bald stört dies nicht weiter sondern wirkt durchaus passend. Die Tieraufnahmen wirken hingegen sehr beeindruckend und die Trainer scheinen ganze Arbeit geleistet zu haben.
Somit unterhält der Film auch heute noch und strahlt seinen ganz eigenen Charme aus, daher

8/10

Details
Ähnliche Filme