Review
von Leimbacher-Mario
Die Ritter der Synthierunde!
Eine ewige Liebe, getrennt durch den Tag-/Nachtwechsel und einen tierischen Fluch. Das „raue“ Mittelalter und ein junger Dieb, der in ein unendlich romantisches Abenteuer aus Liebe, Rache und Melancholie gezogen wird... „Ladyhawke“, Babyyy!
Ein wenig die andere Seite der „Flesh & Blood“-Medaille - und das nicht nur wegen dem einzigartigen Rutger Hauer! „Ladyhawke“ verbindet gekonnt und positiv cheesy Ritterromantik und Fantasyschmarn zu einem anständigen Amalgam für die ganze Familie. Ok, die ganz Kleinen vielleicht nicht. Aber ansonsten ist hier offen für alle. Kaum eine Frau war bisher zeitlos und anbetungswürdig schöner als Michelle Pfeiffer, Rutger Hauer in wütend und rachsüchtig will man nicht alleine begegnen, Matthew Broderick ist Hauptfigur und Comedic Relief in einem, ein Sympathiequirl. Selbst wenn das mittelalterliche Abenteuer (wenn es nach mir gehen würde) schon einen Schuss mehr Dunkelheit und Gewalt hätte vertragen können, nicht alle seine Bemerkungen und Witze passen. Insgesamt hat Richard Donner hier dennoch saubere und vor allem audiovisuell sehr imposante Arbeit geschaffen. Man spürt, dass er hier kaum Kompromisse eingehen musste, es keinen Director's Cut braucht. Man spürt, dass er hier noch locker auf seinem Zenith war. Und man spürt, dass „Ladyhawke“ noch heute funktioniert. Und dass trotz gefühlter Aerobicaction direkt neben den Dreharbeiten und obwohl ich natürlich seine „Goonies“ aus dem gleichen Jahr noch näher am Herzen trage.
Fazit: ein Verwandlungskünstler von Film! „Ladyhawke“ ist beste 80er- und Familienunterhaltung. Seicht und schön. Für manche nichts Halbes und nichts Ganzes. Für manche (wie mich) jedoch ein Herzensstück. Alles andere als perfekt - aber ein bizarrer Mix aus Romeo & Julia, Beastmaster und einem Aerobickurs zu Füßen König Arthurs! Schönes Doppel mit „The Princess Bride“, der noch besser ist.