Review

Inhalt:

China, zur Zeit der Ming-Dynastie. Der Premier-Minister Yan (Goo Chim-Hung) ist ein grausamer Despot, der im Volk verhasst ist.
Eines Abends wird er Opfer eines Attentats..., und sein Leibwächter, Officer Fan Yi (Lo Lieh), kann mit seinen Männern diesen Mordanschlag nicht verhindern.
Doch kann Fan dem Attentäter die Maske entreißen..., und später einen Dolch erbeuten..., mit einer Inschrift, die besagt, dass dieser Dolch dem "King of Flying Daggers" Kou Ying (Yue Hua) gehört.

5 Tage Zeit gibt man Fan Yi, um Kou Ying zu stellen..., ansonsten droht ihm die Exekution durch Enthauptung.
Kou Ying entwischt seinem Häscher..., und während seiner Flucht, wird der Polizei-Offizier Sung Hua Lung (Cliff Lok) Opfer eines Anschlags der "Er Long Mountain"-Banditen. Kou Ying erhält von dem Sterbenden dessen Ausweis-Papiere..., und er bittet ihn, dem Richter der Stadt XuanHua einen Brief zu überbringen.
Kou Ying gibt sich nunmehr als "Sung Hua Lung" aus..., und erreicht in XuanHua die Herberge "Sheng Peng Inn". Der Inhaber ist der Onkel von Sung Hua Lung..., die Tochter des Inhabers, die schöne Wang Hsue-Niang (Li Ching) ist im "Sheng Peng Inn" Kellnerin.

Auch Fan Yi erreicht die Herberge..., und quartiert sich dort ein. Gegenüber "Sung Hua Lung" ist er skeptisch..., doch decken der Herbergsbesitzer und Wang Hsue-Niang das falsche Spiel Kou Ying´s!
Derweil feiern die "Er Long Mountain"-Banditen den Tod Sung Hua Lung´s..., bis die Nachricht eintrifft, dass im "Sheng Peng Inn" ein Gast dieses Namens logiert.
Banditen-Boss He Xi Lei (Wong Hap aka Wang Hsieh) will den Tod Sungs..., und verständigt die gefährlichen Fighter der "Jiang Nan Eight Freaks".

Schließlich entführen die Gangster Wang Hsue-Niang. Und so bündeln Kou Ying und Fan Yi letztendlich ihre Kräfte.
In einem harten Kampf zerstören sie das Basis-Lager der Banditen, doch entkommt He Xi Lei.
In XuanHua verhaftet schließlich Fan Yi den letztendlich enttarnten Kou Ying.
Doch He Xi Lei und die "Jiang Nan Eight Freaks" erreichen nunmehr die Stadt. Es kommt zum gnadenlosen und überaus blutigen Show-Down..., zum Kampf um Leben oder Tod.....!


Fazit:

Regisseur Ho Meng Hwa lieferte im Jahre 1971 mit "The Long Chase" einen sehr respektablen, spannenden und solide umgesetzten WuXia-Eastern für die Studios der Shaw Brothers ab.
In der typischen Shaw-Atmosphäre..., überwiegend in der Open-Air-MovieTown der Shaw Brothers oder den Studio-Kulissen "in einer Herberge", konzipierte Ho Meng Hwa einen flüssig und stringent gehaltenen Plot.
Zwei Männer..., eigentlich Feinde, der eine den anderen eigentlich jagend, der andere eben ein gejagter Assassin..., doch zugleich ein edler Charakter, der das Böse bekämpft. Beide Männer finden Gefallen einander..., und bündeln ihre Kräfte gegen eine Gang von skrupellosen Verbrechern.
Und die kleine Romanze..., zwischen Yue Hua und "Baby-Queen" Li Ching..., sie lockert das Ganze leicht auf, wenngleich alles natürlich oberflächlich bleibt.

Das Ganze ist ein reiner Unterhaltungsfilm..., und natürlich ein Martial-Arts-Actioner, ein Streifen wie so viele in jener Zeit, als die Shaw Brothers ein hohes Produktionsvolumen hatten.
"The Long Chase" kann da nur schwer aus diesem gewaltigen Kanon der Shaw Bothers-Produktionen herausragen..., doch bietet der Film den geneigten Anhängern des Studios und Eastern-Fans eine solide, spannende Unterhaltung.

Damit ist eigentlich schon alles zu diesem Eastern gesagt.

Yue Hua ist hier der Held..., ein Attentäter, der einen Despoten killt..., darauf hin gejagt wird, und seine "Schuld" im Kampf gegen gefährliche Gangster quasi "abarbeitet". Yue Hua spielt das gewohnt routiniert und überzeugt in seinem Rollenbild.
So wie sein Kontrahent und späterer Partner in diesem Film... Lo Lieh. Beide werden nicht direkt zu "Buddies"..., aber fast so ein bisschen, vor allem zum Ende hin.
Li Ching..., die am 22. Februar 2018 tot aufgefundene Actrice, sie kämpft hier nicht, ist einfach nur niedlich und irgendwie sie selbst, mehr brauchte sie hier nicht. Und sie ist attraktiv, keine Frage...., ich würde sie nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich eine Doppel-Ehe mit Sylvia Walker und Margot Robbie führen würde... ;-)

Die Villains..., eine wilde Bande, angeführt von Villain-Routinier Wong Hap (aka Wang Hsieh), der mal wieder alle Register eines Bösewichts zieht, knallhart, grausam, wütend..., durch und durch ein Unmensch. Ein echter Villain eben.
Der Rest des Ensembles agiert bemüht das Geschehen abrundend.

Es ist natürlich vornehmlich ein Martial-Arts-Actioner..., und die Fights -überwiegend Swordplay aber auch etwas KungFu- sind rasant-dynamisch von Kampf-Choreograph Leung Siu-Chung in Szene gesetzt worden.
Highlights sind ein rassiges Duell zwischen Lo Lieh und Yue Hua auf einer gewaltigen Brücke (und es könnte sich um die Kulisse aus "The New One-Armed Swordsman" -"Das Schwert des gelben Tigers", siehe mein Review auf dieser website- handeln), sowie natürlich der Fight 2vs50 im Lager der Banditen und der überaus blutige Show-Down in der Stadt... in deren leergefegter Haupt-Straße durch die der Wind heult.
In dieser morbiden Atmosphäre also, stehen sich die beiden Helden wie in einem Italowestern dem Haupt-Villain und einer illustren Killer-Gang gegenüber.

"The Long Chase"..., mit einfachen Mitteln gelingt es Ho Meng Hwa das Optimum herauszuholen..., ein gängiger, stringent-spannender WuXia-Eastern nicht ohne kleine Nuancen..., zum Ende knallhart und brutal. Eine gelungene Unterhaltung für alle Eastern- und Shaw Brothers-Fans.

7/10.

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