Review

Story:
In einer fernen Zukunft: Nach einem 50 Jahre währenden Krieg ist die Erde ein verwüsteter Planet und die meisten Überlebenden sind unheilbar erkrankt. Der Wissenschaftler Dr. Azuma forscht an einer genetischen Methode um die Menschheit zu heilen. Um seine Forschungen finanzieren zu könne, geht er einen unheilvollen Pakt mit dem Militär ein. Die Armee ist sehr interessiert an Azuma's Experimenten, da durch seine Hilfe verletzte Soldaten schnell wieder kampftauglich gemacht werden könne.



Doch ein Unfall in seinem forschungslabor hat schwerwiegende Folgen für die gesamte Welt: Aus der revolutionären Nährlosung erwachsen intelligente Mutantenwesen, welche die menschliche Rasse als Bedrohung ansehen. Die Mutanten nennen sich selbst "Neo Sapiens" und erklären schlussendlich der Menschheit den Krieg.


Dr. Azuma hingegen nutzt seine Nährlösung, um seinen im Gefecht gefallenen Sohn Tetsuya wieder zum Leben zu erwecken. Das Experiment gelingt, doch Tetsuya entwickelt übernatürliche Kräfte. Gefangen in einem Schutzanzug, der sein unkontrolliertes Muskelwachstum hemmt, kehrt er zurück zur umkämpften Zone 7, dem Ort wo er sein ursprüngliches Leben verlor.


Hier erkennt er dann seine wahre Bestimmung - Er ist CASSHERN, der Beschützer der Menschheit ...

Kritik:
Casshern basiert auf einer Manga-Serie aus den 70er Jahren und ist das Erstlingswerk von Regisseur Kazuaki Kiriya. Beteiligt war er dabei an Drehbuch, Kamera, Schnitt und Regie. Einerseits respektable Leistung, andererseits hätte vor allem etwas Feinschliff am Drehbuch/Plot nicht geschadet.
Diese ist nämlich der größte Schwachpunkt von Casshern. Schuld daran ist aber nicht die Manga-Vorlage, sondern die Umsetzung. Die Handlung beginnt ziemlich schleppend. Bis zum ersten richtigen Auftritt des Helden dauert es fast eine knappe Stunde! Dann beginnt zwar erst einmal ein richtiges, bombastisches, voll mit CGI-Effekten geladenes Action-Feuerwerk und 2 richtig coolen Kampfszenen Spoiler:
erst gegen die Neo Menschen-Frau, danach gegen eine Roboterarmee.. Doch leider folgen darauf nur noch 2 schwächere Kampfszenen Spoiler:
gegen den einen Neo mit dem Fellmantel und gegen den Anführer mit dem weißen Haar. Dazwischen wird viel geredet, aber nicht wirklich was gesagt. Soll heißen: Der Film zieht sich in die Länge, ohne dass die Handlung wesentliche Fortschritte macht. Dazu kommen noch ein paar Szenen und Handlungen von Charakteren, die man ggf. nicht wirklich sofort versteht und manches auch unlogisch erscheint.
Zusammengefasst geht es aber um Macht und Machtlosigkeit, Trauer, Leid, Schmerz und Rache, aber auch um Liebe und Hoffnung. Alles entstanden durch fragwürdige und wohl vermeidbare Kriege, die die Menschen führen mussten.



Kommen wir aber nun zum Positiven: Der bildgewaltigen Inszenierung, voller CGI-Effekte. Kein Wunder, wurde Casshern ja auch wie Sin City mit der "Backlot"-Digitaltechnik produziert.
Die wenigen Actionszenen holen dann an Explosivität und Special-Effects das nach, was sie an Quantität vermissen lassen. Atemberaubendes Effektkino vom Feinsten!
Abgerundet wird dieses optische Schmankerl mit glaubhaft agierenden, guten Schauspielern und einem passenden Soundtrack.



Fazit: Casshern ist ein opulentes, bildgewaltiges Effektfeuerwerk mit jeder Menge Eye Catcher, aber auch mit einer verwirrenden Handlung, die doch etwas in die Länge gezogen ist und nicht von ein paar Logiklöchern verschont bleibt. Dennoch sollten Manga- und Anime- sowie SciFi-Fans einen Blick riskieren, wenn sie über die Schwächen hinwegsehen können.


Film: 8/10

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