Review

Ring hat es tatsächlich als erster Film geschafft, mich eine Woche lang nicht mehr ruhig schlafen zu lassen. Was mache ich auch den Fehler, und schau ihn mir nachts allein im Dunkeln an? Es fängt schon mal gut an: 2 Schulmädchen unterhalten sich über ein angebliches Videoband, welches jeden eine Woche nach dem Ansehen umbringen soll. Natürlich klingelt gleich darauf das Telefon...

Leider schafft es der Film vom Aufbau her nicht ganz, an das tolle amerikanische Remake heranzukommen. Hier entwickelt sich die Geschichte ziemlich zäh, aber man will trotzdem wissen, wie das ganze ausgeht. Letztlich ist es ein wenig ärgerlich, dass sich das Ganze etwas in die Länge zieht. Mit einer etwas interessanteren Geschichte hätte mich Ring noch mehr an den Fernseher gebannt. Dafür entschädigt aber das todbringende Video, welches noch beklemmender als in der US-Version gestaltet wurde.

Und das Ende? Es gehört zum genialsten, was der Horrorfilm je hervorgebracht hat. Wenn die werte Dame aus dem Brunnen langsam und ungelenk aus dem Fernsehbildschirm kriecht, und schließlich ihr Opfer mit einem weit aufgerissenem Auge anstarrt, ist der Herzinfarkt zum Greifen nahe. Auch diese Szene ist den Japanern viel besser als im amerikanischen Ring gelungen. Fazit: Mit einer besseren Story wäre noch mehr drin gewesen, aber trotzdem bekommt man zur Zeit wohl immer noch keinen beklemmenderen Horrorfilm geliefert als Ring. Zartbesaitete sollten ihn sich allerdings mit Partner/in ansehen.

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