Review

"Gruselschocker" um ein mysteriöses Videoband, dass diejenigen tötet, die es sich ansehen.

Story:
Reporterin Reiko Asakawa arbeitet an einer Story über ein Videoband, dass für den Tod all jender verantwortlich sein soll, die es anschauen. Ihre Nichte Tomoko ist unter unerklärlichen Umständen ums Leben gekommen, ebenso wie 3 ihrer Freunde. Die Spur führt sie in eine abgelegene Hütte, wo sich die Freunde das Video angesehen haben. Kaum ist sie dort, klinget das Telefon und eine unheimliche Stimme teilt ihr mit, dass sie noch genau eine Woche zu leben hat. Zusammen mit ihrem Ex-Mann Ryuji will sie das Geheimnis des Videos lüften und den Fluch besiegen.

Die Story hat Potential - sogar sehr viel, ABER: der Film nutzt so gut wie NICHTS davon. Dabei hätte doch alles so einfach sein können: Das Video gelangt in Umlauf, verschiedene Personen gucken es sich an und nach einer gewissen Zeit erscheint das untote Mädchen und erledigt einen nach dem anderen auf verschiedene Art und Weise. Dazu unheimliche Musik und diverse Schockeffekte, Blut wäre noch nicht mal nötig (war ja bei "Ju-On" wenn überhaupt auch nur rudimentär vorhanden). Nur Reiko kommt schließlich hinter das Geheimnis und überlebt.

Aber nein, im Prinzip ist das genaue Gegenteil der Fall. Es dauert geschlagene 85 (!!!) Minuten, bis man wirklich mal von einem Schockmoment reden kann. Dann kriecht Sadaka aus dem Fernseher und tötet Ryuji. Genauso sollte es den ganzen Film über gehen, aber stattdessen wird philosophiert, gerätselt, geschnulzt und geredet, ohne auch nur das Geringste zu sagen. Wirklich entäuschend, was da abgeliefert wurde. Und das Machwerk wird auch noch als "Gruselthriller" verkauft, also echt...

Das die Schauspielerischen Leistungen nicht allzu toll sind, stört dabei gar nicht mal so. Wenn wenigstens etwas passieren würde, könnte man da ja noch hinweg sehen. Was dem Film dann allerdings endgültig den Todesstoß versetzt, ist die laienhafte und lächerliche deutsche Synchro. Selten habe ich so unmotivierte, gelangweilte Sprecher gehört wie hier. Gut, das passt jetzt ironischerweise sogar so diesem langweiligen Schund, aber etwas mehr Engagement hätte man schon erwarten können, als einfach nur Sätze vom Papier abzulesen. Genauso hört sich die Synchro nämlich an.

Fazit: Ein Rohrkrepierer erster Kajüte. Selten habe ich mich bei einem "Horrorfilm" so gelangweilt. Dabei steht Suspense im Horrogenre auf gleicher Stufe mit Splatter. Aber bei "Ring" gab's weder das eine noch das andere, stattdessen 85 Minuten Langeweile, dann 5 Minunten Unterhaltung und dann noch mal 5 Minuten Langeweile. Lieber mal "Ju-On" reinziehen, da ist wenigstens was los und die Synchro ist auch nicht ganz so grottenschlecht.

1 von 10 Punkten (deutsche Fassung)
2 von 10 Punkten (Bonus für Originalfassung)

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