Review

Auf diversen Festivals schlug der Film ein wie eine Bombe. Einige Kritiker bezeichneten ihn gar als einen der besten Horrorfilme überhaupt - und da hatten sie meiner Meinung nach absolut Recht.

Statt auf spektakuläre Tötungsszenen, grausige Bluteffekte, kreischende Teenies und blöde Sprüche, setzt Ring auf eine dichte, beklemmende Atmosphäre. Der Film ist spannender als alle Teenie-Streifen der 90iger zusammen !
Dabei ist er regelrecht altmodisch konstruiert: langsamer Aufbau, viele ruhige Dialogszenen und wenige Schocksequenzen - die gerade wohl deswegen viel intensiver wirken - erinnern ein wenig an Filme aus den 70igern, wie z.B. „Der Exorzist“.

Dabei kommt RING ohne jegliches Blut aus, was bei einem japanischen Horrorfilm erstaunlich ist, denn dort gibt es ja keine besonderen Altersbeschränkungen die den Regisseur dazu anhalten wenig Gewalt zu zeigen, wie z.B. in den USA.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Koji Suzuki, von dessen Nachfolgern SPIRAL und LOOP nur der zweite verfilmt wurde, jedoch in keinster Weise solch ein Erfolg gegönnt war wie RING.
Der direkt im Anschluss, vom gleichen Regisseur, gefilmte RING 2 dagegen erzählt eine alternative Fortsetzung, in der die Freundin von Professor Ryuji Nachforschungen anstellt. Auch Fertig gedreht ist „RING 0: Birthday“ der als Prequel die Vorgeschichte um Sadako und ihrer Mutter erläutert.

RING ist jedem zu empfehlen, der auch nur ein wenig mit Horror etwas anzufangen vermag.

Aber Aufgepasst: wie auf dem Cover steht, übernehme ich nicht die Verantwortung für irgendwelche Verletzungen oder Unfälle die während oder nach dem sehen des Filmes auftreten können - so long ...

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