Review

Trolliger Trash


„Elves“ packt alles in einen Sack und haut mehrfach drauf,
das ist wie einer geladenen Schrotflinte zu gucken in den Lauf. 

Nur ein Elf, oder Troll, oder Nazi-Nachfahre,
schön, dass ich bei diesem Wirrwarr einiges noch nachher erfahre.

Der bärtige Grizzly gegen Nazi-Schergen und einen spitzohrigen Gesellen,
mit dieser Trashsäge kann man den dicksten und dümmsten Baum fällen.

Wie kommt man auf solche Ideen, hier passt ja mal gar nichts zueinander,
das wäre als wenn man Capital Bra kreuzt mit Frank Zander.

Ein Xmas-Chaos voller WTF?!s und Oh Mein Gotts,
schnell wird dieser Monstermash das Opfer berechtigten Spotts. 

Der geile Elf, dauernd am sabbern und mit offenen Mund,
guckt, als hätte er PornHub geöffnet den ganzen Tag ohne Grund.

Eine dilettantische Inszenierung, ein Finale mit Filter und Schuss,
hier wirkt einfach mal so gar nichts wie aus einem Guss.

Klar ist das in seiner Idiotie schon 'ne große Nummer,
selbst wenn er mir kaum mehr Spaß bereitet hat als Kummer. 

Auf der Habenseite steht diese witzige Fratze und der immer noch badassige Dan H,
doch hier hätte auch nichts mehr gerettet der größte Star. 

„Elves“ ist leichtfüßige Folter, weihnachtlicher Schmerz auf dem Trash-Tablett,
danach geht man immerhin nicht mehr traurig und erschöpft ins Bett.

Fazit: lustiger als jeder heutige Internet-Troll... „Elves“ erheitert und erleuchtet die Weihnachtszeit wie eine defekte Lichterkette. Elfen, Trolle, Nazis, der alte Grizzly, geile Jungfrauen und böse Gangster - das bescheuerte Komplettpaket. Juter Quatsch, würde man in Köln sagen. Wenn auch nicht ohne Hänger. Etwas müde und wirr. Und bei weitem kein „Troll 2“. 

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