Unter den Laken von Paris
Frankreichs Pornoprinzessin aus den späten 70ern, Brigitte Lahaie, spielt in „Die Vollstreckerin“ den „blonden Belmondo mit Boobies“ und kämpft als hartgekochte Polizistin gegen die Unterwelt von Paris… Zumindest soweit ich mich konzentrieren konnte nach all dem Bettgeflüster, den nackten Tatsachen im Jacuzzi und Szenen in Stripclubs und den schmuddeligeren Ecken der Videotheken...
French Sex Section
„Die Vollstreckerin“ hat schöne nackte Menschen, Pornovideotheken, die Stadt der Liebe, SM-Einschübe, eine bezaubernde Heldin (die ihrer Zeit sexuell und gesellschaftlich voraus war), Untergrundclubs und Whirlpools, in denen es verständlicherweise knistert und blubbert. Dazu puschende Discosynths, als ob Maroder höchstpersönlich an den Reglern gestanden hätte. Oder zumindest eine gute Kopie von ihm. All das sind nette, heiße und anregende Schau- wie Hörwerte und hieven das graue Krimigerüst über das, was es von der Geschichte, dem Sinn, der Spannung und dem Talent eigentlich ist - wirr, rudimentär und oft schlicht nahe Bodensatz!
Fazit: Paris ist immer eine Reise wert, selbst die schleimigeren Ecken. Lahaie bringt nicht nur jugendliche Hormone in Wallungen. Und die 80er-Stimmung samt Synthies und Schulterpolstern ist genau meins. Leider kann ansonsten dieser C-Krimi auf TV-Niveau nur spärlich mit Qualitäten glänzen, die Filme vorrangig ausmachen sollten…