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Jimmy Mercer, Agent des US Schatzamtes, verliert bei einem nicht genehmigten Einsatz einen Kollegen und soll strafversetzt werden. Ihm bleibt eine Woche, um den Mörder zu finden. Derweil muss der frisch aus dem Knast entlassene Red Diamond innerhalb einer Woche 50 Riesen auftreiben, sonst hat er ein dickes Problem.


Es gibt Filme, die zeitlos gut sind, manche reifen mit dem Alter und werden besser. Und dann gibt es Filme wie Boiling Point, die einfach nie sonderlich gut waren und es auch nie werden. Und dabei hat Boiling Point mit Hopper, Snipes, Mortensen, Davidovich, Hedaya, Jonathan Banks und Tony Lo Bianco eine hervorragende Besetzung am Start.


Doch Drehbuchautor und Regisseur James B. Harris schafft es nicht, aus der recht klassischen Prämisse einen spannenden Krimi zu bauen. Viel zu ruhig und bieder kommt die Inszenierung daher, hat viel zu viel unnötigen Ballast an Bord. Insbesondere Snipes Figur bekommt durch die obligatorische Ex-Frau mit Sohn und deren neuem Partner nicht mehr Tiefe, sondern wirkt durch sein übergriffiges Verhalten nur unsympathischer.

Gleichsam scheinen die Frauen in diesem Film entweder keinen eigenen Willen zu haben oder den jeweiligen Männern hörig zu sein, denn sämtliches übergriffiges Verhalten und alle Lügen werden hingenommen, eigene Entscheidungen nicht durchgesetzt. Und leider strapaziert besonders Dennis Hopper mit seinem Spiel sämtliche Nerven. Mal davon abgesehen, dass seine Mimik jedes Wort aus seinem Munde instant als Lüge entlarvt, begleitet er seine Worte mit beständiger aufdringlicher Gestik. Das Mortensens Figur diesem Typen in grenzenloser Naivität alles abnimmt, erscheint schon arg weltfremd.

Die Schießereien sind kur, aber knackig, sind auf die Laufzeit gesehen aber in zu geringer Zahl vorhanden. Davon mehr und etwas mehr Tempo, dann wäre ein Hard Boiled Krimi passend zum Titel möglich gewesen. Btw, ausgehend vom deutschen Titel tickt hier gar nichts, auch keine Bombe.


Verschenkte Besetzung in lahmem Krimi. Dennis Hopper nervt als Gauner, nur Davidovich strahlt. Hat kaum was interessantes zu bieten.

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