Eine böse Gestalt aus dem Weltraum bedroht die Erde mit riesigen Kampfrobotern und allerlei fiesen Taten, um die Herrschaft über den Planeten zu erlangen. Eine Spezialeinheit, deren mächtigste Waffe ein Kampfroboter ist, der von einem in seinem Inneren befindlichen Menschen gesteuert wird, stellt sich der außerirdischen Bedrohung.
Bei diesem Film handelt es sich genau wie bei dem ebenfalls in der cmv Trash Collection erschienenen "Krieg der Infras" um einen Zusammenschnitt einer asiatischen Fernsehserie, wobei diesmal die Rahmenhandlung neu gedreht wurde (nähere Informationen kann man dem Bonusmaterial der DVD entnehmen), was dazu führt, dass die Story nicht ganz so sprunghaft ist und ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen den einzelnen Sequenzen besteht. Was einem hier geboten wird, ist wahrhafter Trash von Feinsten und wer meint bereits alles gesehen zu haben, wird hier eines besseren belehrt. Die Geschichte stellt den typischen Kampf zwischen Gut und Böse dar, ist allerdings mit vielen wahnwitzigen Ideen angereichert, dass man mit dem Schenkelklopfen nicht mehr aufhören mag. So wird der Anführer der Bösen von einem älteren Herren mit einer meterhohen Frisur, bei der selbst Marge Simpson erblassen würde, verkörpert, wobei die Farbe der Haare je nach Gefühlslage und Szene wechselt, neben den Riesenrobotern hat der Finsterling einige Angestellte auf die Erde abkommandiert, die von Menschen in Footballspieleroutfits zum Besten gegeben werden und außer explosiven Footbällen wenig sinnvolles zustande bringen und auch in den Reihen der Guten gibt es gar Lustiges zu verzeichnen, wie den tuntig angehauchten Inspektor, der mit seinem motorisierten Zweirad gerne mal an Ballons hängend durch die Gegend fährt und einen schießenden Stab schwingt oder den unglaublich witzig anzusehenden Professor, der zugleich Kopf der Spezialeinheit ist und mit seinen trockenen Analysen und Befehlen immer für einen Lacher gut ist.
Und als wenn das nicht schon reichen würde, setzt die deutsche Synchronisation dem Ganzen eine unfassbare Ulkkrone auf. Nicht dass ich falsch verstanden werde, die Sprecher an sich sind professionell, aber das, was sie von sich geben, sucht Seinesgleichen. Als Beispiel könnte man fast den kompletten Film wiedergeben, daher hier nur ein paar erlesene Höhepunkte von vielen: Der Kampfspruch der Spezialeinheit, der des Öfteren zu hören ist, lautet "Macht sie fettich!"(!), was mit einem "Gemacht!" erwidert wird und bei den Roboterfights hat der Blechkistensteuerer der Guten, der bei uns vom Robert de Niro Synchronisator gesprochen wird, solch kesse Sprüche wie "Die sind ja gröber als meine Schwiegermutter", "So Prinz Eisenschmerz, jetzt wirds lustig", "Und jetzt machen wir den kleinen Grillermann" und "Jetzt gibts Roboter in eigener Soße" auf den Lippen. Unfassbar, das muss man einfach gehört haben, um es zu glauben.
Auch bei den Namen hat man sich bei uns etwas einfallen lassen. So wird der böse Anführer Großer Koordinator genannt und aus dem Kampfroboter der Guten, dessen Gürtel die Initialien seines Originalnamens trägt (MB für maha baron), wurde bei uns Magischer Ballermann!
Die zahlreich vorhandenen Roboterfights wurden in alter Godzilla- und Konsorten-Tradition hauptsächlich von Menschen in Anzügen umgesetzt und nur hin und wieder gibt es Spielzeugeffekte. Die Kämpfe laufen meist nach den gleichen Muster ab: Unser Heldenrobo testet alle seine Fähigkeiten (z.B. abfeuerbare Fäuste inklusive ausfahrbarer Schneide, Flammenwerfer, Spitz- und Explosivgeschosse) an seinem Gegenüber, die immer eine besondere Waffe aufweisen (z.B. ein Riesenflugzahnrad oder Bohrerarme), um am Ende zu seinen Deltastrahlen zu greifen, die den Gegner in seine Einzelteile zerfliegen lässen. In der Ausführung lassen diese Effekte zu wünschen übrig, führen aber wie der Rest des Films zur Erheiterung.
Insgesamt ist dieser Streifen ein unterhaltsamer Partyfilm, bei dem in größerer Runde kein Auge trocken bleiben dürfte. Für Trashfreunde absolut empfehlenswert.