Jeder, der "Transformers" oder "Saber Rider" für so eine Art kreative Offenbarung hält, dem sei gesagt, daß natürlich fast alles schon mal früher da war, in unserem Fall in der japanischen Real-TV-Serie "Super Robot Red Baron", in der ein Grüppchen aufrechter Japaner die Erde gegen einen üblen Kerl verteidigt, der jeden Tag "bad hair day" hat. Sie tun dies mit Hilfe eines roten Riesenplastikroboter mit rotierendem Kopf und irrem Waffenarsenal, der gegen die ebenfalls roboterhaften Riesenbauten der fiesen Möppen antritt, währen die restlichen Teammitglieder lustige Gleiter und Jäger drumrum fliegen.
Das klingt jetzt enorm nach Star Wars, entspricht vom Niveau her aber eher einer naiven Kreuzung zwischen den Kloppereien in kostengünstigen Godzilla-Strandlandschaften und den "Thunderbirds"-Supermarionation-Puppenserien von Gerry Anderson, die England im Sturm eroberten, bei uns aber eher unbekannt sind (wir haben dafür die Pupsburger Augenkiste oder so...).
"Roboter der Sterne", der jetzt gern für nahezu lau auf Messen feilgeboten wird, ist so eine Art freundlicher Mehrfolgenzusammenschnitt ohne größeren Sinn und Verstand (vielleicht auch ein Best-Of, aber eine ganze Staffel läßt vermutlich den Bregen schmelzen), aber mit vielen putzigen Actionszenen, in denen Stuntmen in diesen dollen Plastikkostümen aufeinander eindöbern. Zwischendurch erfreut man sich an der niedlichen Unterwasserstadt (knapp unter Sandmännchenniveau) und speziell in dieser deutschen Fassung an einer Rainer-Brandt-ähnlichen Synchro, die garantiert kein Auge trocken läßt.
Natürlich läuft auch der beste Gag irgendwann ins Nirgendwo, wenn der mutierte Kampfruf des Teams, "Wir machen sie fettich!" - "Gemacht!", irgendwann zum zwölften Mal ertönt und der sinistre (außerirdische?) Bad Guy mit den abstehenden Haaren, der in jeder Folge andersfarbig beleuchtet wird, wirkt dann auch mehr wie Saruman auf Speed und Viagra bis in die Haarspitzen.
Auf einem kleinen Partyabend bestimmt ein running gag, aber selbst bei nur 82 Minuten Laufzeit wird diese Actionabfolge irgendwann strapaziös und das Fehlen eines wirklichen durchgehenden Plots (was nämlich überhaupt erst die Gelegenheit für verbalen Nonsens bietet) stört dann doch mal.
Knorke natürlich die knallgrün/orangenen Ausgehanzüge des Teams mit weitem Schlag und daß die Henchmen des Bösen erklärungsfrei wie American Footballer gekleidet sind, aber so ein echter Bud Spencer macht dann doch mehr Spaß, denn da hat man eine Identifikationsfigur, der man durch die Prügeleien halbwegs logisch folgen kann.
Schön aber zu sehen, wie professionell angelegt die Japaner schon in den 70ern waren, was dann in den 80ern nur noch per Zeichentrick möglich war (finanziell gesehen). Ansonsten aber ein einmaliger Joke, der nur ein Viertel weit durch die Seriencollage funktioniert. (3/10)