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Sheriff Peters traut seinen Augen nicht, als er die verstümmelte Leiche eines Anglers in der Nähe des Sees findet. Doch was kann diesen so zugerichtet haben? Am nächsten Tag werden bei einem Wettschwimmen die Teilnehmer von grausamen Fischen attackiert. Als Sheriff Peters einen riesigen Zahn in den Überresten eines Schwimmers findet, wird einiges klar: Vor Jahren wurde der See vergiftet, um die todbringenden Snakeheads auszurotten - aber etwas muss überlebt haben.
Manchmal ist es praktisch schon dutzende Tierhorrorstreifen gesehen zu haben. So kann man die Kombination Sci Fi Channel (=gleich geringe Produktionskosten) und Paul Ziller als Regisseur (bringt aus geringen Mittel immerhin noch brauchbares zustande) ziemlich genau auf das zu erwartende Ergebnis schließen. Snakehead Terror bedient sich, wie beinahe alle Vertreter des Genres, bei Motiven de weißen Haies in einem Setting das Lake Placid sehr ähnlich sieht.
Hier versammeln sich ein paar durch steroiden Zusatz im Wasser mutierte Süßwasserfische, um den Menschen aufgrund des bereits leergefressenen Sees als neues Leckerli auf die Speisekarte zu setzen. Zusätzlich haben die Biester auch die Möglichkeit sich an Land Kaulquappenmäßig fort zu bewegen, allerdings langsamer als ein Romero-Zombie, woran der Bedrohungsfaktor doch etwas leidet, denn den Tieren kann man durch gemütliches flanieren locker entkommen, aber auch auf die Idee einfach mal auf nen Baum zu steigen und dann sicher zu sein kommt aber auch keiner der Gejagten, naja Logik in B-Movies eben.
Erfreulich an der ganzen Chose ist dafür, das sich der Film relativ zügig gibt und mit Charaktermelodram, bis auf einen gähnigen Vater Tochter Konflikt der schnell vergessen wird, sich vornehm zurückhält. Die Charaktere bleiben unbeleuchtet, was aber nicht stört, denn der Zuschauer ist ja auch hier, um Riesenfischen bei der Arbeit zuzusehen. Der Showdown geht sogar beinahe in Richtung klassischer Horrorfilm, wenn die drei Teens auf einer Insel festsitzen und von den bösen Fischlis umzingelt sind und Sheriff nebst elektroharpunenbewaffneter Biologin zur Rettung schreiten und sogar ein walgroßes Monsterexemplar zum finalen Kampf vorbeischaut.
Snakehead bietet insgesamt viel Licht und Schatten. Die Darsteller sind irgendwo im Mittelmaß eingebaut. Bruce Boxleitner scheint ja momentan einen 10Jahres Vertrag bei Sci Fi abgeschlossen haben, die restlichen Kiddies sind zwar mal wieder eher nervig, aber darstellerisch noch zu ertragen. Sie benehmen sich zwar wie ziemliche Idioten, wenn sie mit einem Revolver auf Fischjagd gehen, sind dabei aber in bester Gesellschaft mit anderen Figuren, die zum Beispiel die Wachstumshormone in den See kippen, damit das Ködergeschäft des Bruders nicht pleite (und ja das ist wirklich die einzige Motivation der nominellen Bösewichter). Nicht zu vergessen natürlich der Bürgermeister, der ums verrecken sein Anglerfest nicht absagen will, auch wenn sich schon die Leichen stapeln.
Der Bodycount dabei ist doch ganz schön ordentlich, wobei natürlich keine sonderlichen Härten zu erwarten waren. Die CGI Tiere sehen einigermaßen erträglich aus, strahlen aber nicht wirklich große Lebensgefahr an Land aus. Snakehead ist eigentlich noch gut erträglich, sicher kein doller Film, aber speziell die zweite Hälfte geht doch recht locker am Auge vorbei.
5/10

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