Review

Ich hatte mir von „Shaun of the Dead“ eine grandiose Zombiefilm-Parodie erhofft, da der Film in der OFDB eine so gute Wertung erhielt und verlies etwas enttäuscht das Kino.
Es verstehe mich bitte niemand falsch. Der Film ist wirklich lustig und spielt häufig auf den Ober-Zombiefilm „Zombie (Dawn of the Dead)“ von George A. Romero an, fährt aber die Gag-Produktion ab der Hälfte des Films zurück, was nicht von Vorteil für den Film ist.

Einige Splattereinlagen sind auch im Film zu sehen, die in ihrer Naivität an den unangefochten besten Splatstick-Film „Braindead“ erinnern und man wundert sich, dass der Film eine FSK-16-Freigabe erhielt.

Was den Film so schlecht macht ist die irrelevante Handlung und die klischeehaften Charaktere. Aber so sind Horrorfilmparodien nun mal. Oder hat irgendjemand bei „Scary Movie“ nicht gelacht ? Dennoch war auch das ein schlechter Film.
In „Shaun of the Dead“ geht es allerdings gagmäßig subtiler zu, als im derbhumorigen “Scary Movie”. So nimmt Shaun die Untoten in seiner Strasse in London frühmorgens gar nicht war, schlurft er doch müde zum Einkaufen. Ebenso ist sein spleenig-ekliger Mitbewohner Ed einfach nur zum Schiessen. Der sitzt den ganzen Tag nur im verlodderten Wohnzimmer und zockt. Und hier muss auch der beste Gag des Films erwähnt werden:
ACHTUNG SPOILER: Die Zombies werden am Ende als Sklaven für diverse Unterhaltungssendungen und andere Zeitvertreibs für die noch „Lebenden“ missbraucht.

Die sinnlos eingestreute Pseudo-Liebesgeschichte nervt und ist hinderlich für den Film

Die Besetzung des Films ist veritabel und Hauptdarsteller Simon Pegg (als Shaun) scheint nur einen einzigen Gesichtsausdruck drauf zu haben. Einziger herausstechender Schauspieler ist Bill Nighy (aus „Underworld“ und „Tatsächlich Liebe“) als Shauns Stiefvater.

Ein Film für Zombiefilm-Cracks, die mal herzhaft lachen wollen. Aber dafür muss man nicht ins Kino gehen…
Ich vergebe untote 6 von 10 Punkten.

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