Review

Gemessen daran, dass es sich bei SHALLOW GROUND um so etwas wie einen Geheimtip handeln soll, der angeblich erfrischend anders sei und den Freund heftigerer Kost bestens unterhalte, kann ich hier nur meine Enttäuschung über diesen Streifen kundtun. Nee, der Film taugt meiner Meinung nach wirklich nicht viel und das unter anderem aus folgenden Gründen:

1) Der Film verhunzt seine eigentlich gute, interessante Grundidee. Der blutüberstrebte Junge, in dem sich diverse Opfer von Gewalttaten und bestialischen Morden manifestieren ist innovativ - aber was an Handlung drumherumgeschustert wurde, ist einfach nur ärgerlich, weil schlecht aus alten bekannten Genrestreifen zusammengeklaut und dann auch noch unsinnig, ja ärgerlich zusammengebastelt. Die ganze Zeit fragt man sich, was das alles soll, wann es endlich losgeht - nach einer halben Stunde beschleicht einen dann aber die üble Vorahnung, dass sich hier keine halbwegs nachvollziehbare Geschichte entwickeln wird, sondern hier und da ein paar Handlungsstränge weitergesponnen werden, in denen sich die Hauptfiguren, allen voran Sheriff Sheppard, den ganzen Film über absolut idiotisch verhalten, um Shallow GROUND irgendwie auf Spielfilmlänge zu strecken.

2) Das äußerst bescheiden Drehbuch wird von unterdurchschnittlichen Darstellern logischerweise auch nicht gerettet. Low budget hin oder her - die Schauspieler sind durch die Bank zweitklassig und schlechter.

3) Das Ende setzt dem ganzen die Krone auf - hat mich entfernt an den Schluß von MOTHERS DAY erinnert, der auch unpassend war. Naja, ist vielleicht Gschmacksache, mein Fall jedenfalls ganz bestimmt nicht.

Positiv hervorzuheben sind die Sequenzen im Haus der durchgeknallten Alten. Diese Szenen sind wirklich gekonnt umgesetzt und erklären die Fliegenplage im Haus eindringlichst. Norman Bates, Ed Gein und Leatherface lassen grüßen... Aber den Film als Ganzes rettet auch das nicht.

Fazit: Lauer Streifen. 4/10

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