Eine recht gelungene Mischung aus Gangster-Krimi und atmosphärischem Gruselhorror bietet der Streifen von Michael Curtiz. Boris Karloff brilliert in der Hauptrolle und verleiht seinem Charakter eine mitreißende Melancholie.
Zehn Jahre hat Pianist John Ellman gesessen, da wartet ein Job auf ihn: Er soll den unbestechlichen Richter Shaw beschatten. Doch der Richter wird ermordet und Ellman zu Unrecht beschuldigt. Noch bevor ein junges Paar ihre Aussage machen kann, wird er hingerichtet. Doch Dr. Beaumont verpflanzt ihm ein neues Herz und holt ihn aus dem Totenreich zurück. Ellmans Erinnerung ist sehr schwach, doch die Rache an denen, die ihm das eingebrockt haben, soll vollzogen werden…
Jedoch mutiert Karloff hier nicht zur Bestie, die selbst den Rachehammer hervorholt, sondern durch seinen indirekten Einfluss kommen die Bösewichte per Unfall ums Leben. Da reicht sein böser Blick größtenteils aus.
Überhaupt kann Karloff den im Grunde recht schnörkellosen Streifen durch seine imposante Art tragen. Der stets traurige Blick, das gesenkte Haupt und die Liebe zur Musik, - da erinnert vieles an die traurige Gestalt des Frankenstein-Monsters und Karloff agiert mit voller Hingabe ohne dabei die Figur zu überzeichnen.
Demgegenüber kommen alle anderen Personen etwas zu kurz und auch der Beziehung zwischen Nancy und ihm hätte man mehr Raum zur Entfaltung gewünscht.
Ansonsten ist das kurzweilige Geschehen recht dicht inszeniert und kann ein paar schön atmosphärische Momente aufweisen, wie bei der Szene, in der Karloff über einen nächtlich verregneten Friedhof läuft, um endlich Ruhe zu finden.
Eine gefällige Melange, geradlinig und vorhersehbar im Verlauf, aber aufgrund Boris Karloffs starkem Spiel und ein paar sehr gefühlsbetonten Momenten gegen Ende insgesamt sehenswert und für die damalige Zeit auch teilweise recht mutig.
7 von 10 Punkten