Dies ist einer dieser Filme, denen man nach nicht einmal einer Minute Laufzeit ihre abgrundtiefe Schäbigkeit anmerkt; das liegt wohl hauptsächlich an der Optik, aber ich denke, wenn man entsprechende Erfahrungen gemacht hat - immer und immer wieder - dann spürt man das einfach. Ja, und viel mehr gibt es nicht zu sagen: Zwar sieht man schon nach einer weiteren Minute eine halbnackte Frau, und davon gibt es auch noch mehr - was so manchem Billigstreifen schon das Quentchen Qualität (oder Erträglichkeit) beschert hat - aber Schauspieler, Dialoge, Ausstattung und wie gesagt, die Optik, sind hier derart unterirdisch, daß durch nackte Haut nichts zu retten ist.
Da die Effekte ganz offensichtlich auf lachhaften Trash ausgelegt sind, gar nicht eklig oder gruselig sein sollen, ist "The Halfway House" auch nicht als Horrorfilm zu gebrauchen.
Also Horror? Nein. Komödie? Ganz und gar nicht (es sei denn, man kann über enorm schlecht gemachte Monster lachen). Sex? Siehe oben. Was bleibt ist ein Trashfilm. Nun bin ich nicht unbedingt ein Trashfan, kann aber gekonnt inszeniertem Schrott durchaus etwas abgewinnen, genannt seien hier zum Beispiel die Filme von Joseph Guzman. Vielleicht ist es auch die Kombination aus Horror, Trash und Sex, die mir nicht zusagt. So oder so: Ich finde das vorliegende Machwerk unerträglich. Trash-Connaisseure können auf meine Wertung aber bestimmt eine Handvoll Punkte drauftun!