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Nach "28 Days Later", dem Remake zu "Dawn of the Dead", der genialen Parodie "Shaun of the Dead" kommt nun ein weiterer Zombiestreifen auf uns zu. Doch ob er ebenfalls empfehlenswert wird, bleibt abzuwarten...

Sechs junge Leute im besten Alter wollen zu der Hochzeit einer Freundin fahren. Auf der Durchreise halten sie in einem texanischen Kaff namens Lovelock um dort in einem klassischen Bed & Breakfast Hotel zu nächtigen. In derselben Nacht jedoch wird das Personal der Absteige zu Mordopfern, woraufhin die Polizei sie ersteinmal festhält um den Sachverhalt zu untersuchen. Dummerweise öffnet einer aus der Gruppe aus Versehen eine magische Holzbox, in der das reine Böse haust, das sofort Besitz von jenem ungeschickten Trottel ergreift. Auf böser Mission marschiert er ins Dorf und kurzerhand werden alle, von denen auch nur etwas von ihrem Körper in diese Box gelangt, zu bessesenen Zombies. Nun machen die Untoten Jagd auf die noch Verbliebenen, darunter der Sherrif und auch die fünf Twens. Und das Hotel wird zum Blutel....

Die Story ist extrem durchgeknallt, und wird zwischendurch durch gelungene Comicbilder weitererzählt, untermalt durch gesungene Reime eines herrlich nervenden Countrysängers. Nach der Aufwärmphase von etwa einer dreiviertel Stunde geht der Film dann auch richtig ab, einige der Morde sind wirklich krass gemacht worden, was dem geneigten Splatterfan sicherlich freuen wird. Vor allem die Szene mit der Kettensäge ist der Hammer, Erinnerungen an "Braindead" werden wach. Die Effekte sind allesamt ordentlich gemacht, auch wenn man manchmal sieht das nicht allzu viel Budget zur Verfügung stand.

Auch die Leistungen der Schauspieler sind voll in Ordnung, vor allem Ever Carradine als einfallsreiche Kämpfernatur weiß zu gefallen. Auch ihr Onkel David ("Bill") Carradine hat eine Gastrolle in diesem Film, er spielt hier Mr. Wise, den Besitzer des Hotels, der jene gefährliche Box hütet, die ja dann unachtsam geöffnet wird. Auch der Rest des Cast spielt okay, positiv auffallend ist hier vielleicht noch die angedrehte Bibliotheksangestellte.

Der gesamte Film ist durchweg herrlich skurrill, ideenreich und gegen Ende hin auch mit ordentlich Tempo versehen. Ausestattet mit einer guten Story, schwarzem Humor, ordenlich Zombieaction mitsamt blutigen Morden ist "Dead & Breakfast" ein überaus gelungener Vertreter des Genres und wirklich eine Empfehlung wert.
8 von 10 Punkten.

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