Ein paar Freunde sind auf dem Weg zu einer Hochzeit, als sie sich auf dem Weg verfransen und in einem kleinen Dorf übernachten. Dort werden sie jäh von ihren Partyplänen abgebracht, als für den Sheriff die Leiche in der Küche auf ihr Konto zu gehen scheint, doch das soll nur der Anfang einer absurden Zombiekomödie sein. Irgendwie nämlich geht es auch um ein kleines, ominöses Holzkästchen von Mr. Wise (David Carradine) und schwupps finden sich die Teenies auf einem Scheunenfest mit einem Haufen Hinterwäldler wieder, die zu einer Art Untoten zu mutieren scheinen. Nun gut, so konsequent wie „From Dusk Till Dawn“ ist das vielleicht nicht angelegt, doch allemal unterhaltsamer als „Dead/Undead“ etwa. Nach anfänglich etwas dumpfem Humor weiß gerade das ländliche Volk mit seinen schlichten Sitten für so manchen Lacher herzuhalten, die Städter wiederum haben alle Hände voll damit zu tun, sich in der blutigen Schlacht zu behaupten. Nicht nur Verschanzen im Haus steht an, sondern eine total schräge Story bis hin zu tanzenden Zombies. Bei den Zombiepersiflagen, die es heute zuhauf gibt, bewegt man sich im soliden Mittelfeld, auch wenn die großen Lacher manchmal etwas von der Soap-Ausstrahlung gestoppt werden. Punkten kann Regisseur Matthew Leutwyler mit comichaften Momenten in Verbindung mit den Country-Ergüssen eines Randall Keith Randall, für diese Splatsticknummer ein echter Gewinn. Dem einen oder anderen mag das erst etwas spät in Fahrt kommen, lohnt sich dann aber in der zweiten Hälfte umso mehr für den Genrefan, irgendwo zwischen "Braindead" und "2000 Maniacs" ist noch Platz für diese blutige Persiflage, oder um in der Neuzeit zu bleiben: diese kleine Produktion stellt sich cleverer als "Mucha Sangre" oder "Dead/Undead" an, wenn auch nicht weniger durchgeknallt.
Fazit: Für Mainstreamfans ein gefundenes Untotenfressen. Für eine Zombiepersiflage im comichaften Soapstyle ganz schön blutig und unterhaltsam. 5/10 Punkten