Review

Zunächst ein wenig zur belanglosen,als schmückendes Beiwerk gedachten Story.
Wie so oft gerät eine bunt gemischte Truppe junger,mehr oder weniger sympathischer Leute in ungeahnte Turbolenzen.Diesmal auf dem Weg zu einer Hochzeit.Auf der Durchreise verbringen sie eine Nacht in einem Hotel in einem nett kleinen Dorf.Als jedoch jemand aus der nicht ausnahmslos seriös anmutenden Belegschaft des Hotels sein Leben lassen muss,untersagt ihnen die Dorfpolizei die Weiterfahrt.Und schliesslich stossen die Reisenden auf eine merkwürdiges Geheimnis rund um das Hotel und seinen Besitzer.Ja und dann kanns auch schon losgehen.

So wie schon erwähnt - Story ist langweilig und unnötig für diesen Film.Dead& Breakfast lebt von seiner schrägen Inszenierung.Splatter steht zunächst eher im Hintergrund,und in der ersten Hälfte lebt der Film mehr von seinen völlig überzeichneten Figuren.Ob man den Humor des Films grundsätzlich teilt ist natürlich Geschmackssache,dieser ist auf jeden Fall mit dem in "Shaun of the Dead" nicht zu vergleichen,ist ja schliesslich auch ne amerikanische Produktion.So wird hier weniger Wert auf trockenen englischen Dialogwitz,als mehr auf zünftigen Slapstick gelegt.Dieser bringt mich in derartig überzogener Darstellung normalerweise nicht zum schreien,jedoch im Kontext des Films wirkt er zumindest skuril genug um auch mich zum schmunzeln zu bringen - was bedeutet das Freunde dieses Humors eigentlich vor lachen sterben sollten.Ausserdem herausragend ist der unglaublich gute Soundtrack.So wird zum Beispiel immerwieder mit kleinen und gemeinen Countryeinlagen zwischen den Wendungen des Films übergeleitet.Neben Country gibts auch noch ne ordentliche Portion Rockabilly und.... na ja eigentlich irgendwie alles!Auch sehr schön das von "80er-Jahre-Spencer & Hill-oder-Burt -Reynolds-Prügel-Filmchen-Musik" begleitete erste Aufeinandertreffen der Dorfgemeinschaft und den "Zombies"!!!
Wenn es denn dann erstmal richtig zur Sache geht,wird gesplattert was das Zeug hält bis es zum Ende hin sogar schon "braindeadsches" Niveau annimmt!
Und ähnlich wie bei Braindead täuscht auch hier der allgegenwertige Humor über die Härte der Splatterszenen hinweg,auch wenn diese niemals eine solche Intensität annehmen wie im Vorbild aller Funsplatter!
Ob ne Freigabe ab 16 also unbedingt gerechtfertigt weiss ich nicht wirklich,wenn ich so sehe was für Mädchenfilmen sonst die Jugendfreigabe komplett verwehrt bleibt - aber egal.

Auch wenn Dead & Breakfast etwas braucht um richtig in Tritt zu kommen,tröstet die zweite Hälfte uneingeschränkt über mögliche aufkommende Enttäuschung über anfängliche Enttäuschung und Langeweile hinweg.Und wer bereit ist sein Niveau für knappe 90 Minuten mal wieder ne gehörige Stufe zurückzuschrauben wird sicherlich eine Menge Spass an diesem Filmchen haben!

Fazit: Ein Top-Partyfilmchen,das man als Freund des Funsplatters unbedingt mal gesehen haben sollte!

9 Punkte

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