Dead & Breakfast (3/10)
My,my, was für ein Unfugsfilm. Und wie man sich aus überschwenglichen Reviews neppen lassen kann, zeigt dieser völlig überschätzte Film.
Zu Ersten: es ist kein Funsplatter, dafür geschieht zu wenig, und dem Film geht bald die Luft aus.
Zum Zweiten: Vergleiche mit "Shaun of the dead" sind meiner Meinung nach fehl am Platze. Shaun of the dead hat sowohl bessere Effekte, und zudem noch eine Handlung.
Was bietet uns dieser Möchtegern-Zombiefilm? Dead und Breakfast? Schon der Titel ist Unfug, denn ausser einer Gruppe dummer Teenies, unter ihnen ein andauernd besoffener Spinner, der jeden zweiten Satz "Fuck" sagt, geschieht in diesem Hotel nichts weltbewegendes.
In einer billigen Scheune schiesst plötzlich ein wildgewordenen Besessener auf die Menschen, danach Chaos, das erinnert an die peinliche Szene aus "Legion of the Dead" von Ittenbach, ein ähnlich peinliches Werk ohne Logik und Handlung.
Danach verkommt der Film zu einer recht lahmen Billigkomödie, die "Zombies" sind keine, sondern "schweben zwischen Leben und Tod", wie ein billiger Protagonist es ausdrückt.
Zu den Effekten: Da hat das Geld nicht gereicht, und eine peinliche Szene ist besonders billig: ein Schuss ins Gesicht, man sieht nichts, denn durch einen billigen Zwischenschnitt dreht uns der getroffene das Gesicht weg, dann billig in die Kamera, ganz klar, die Gesichtshälfte war schon vorher billig präpariert, bloss kein teuren Explosionen.
Auch ansonsten bei vielen Szenen tote Hose: bei der Kettensägen-Szene wird abgeblendet, ein billiger Arm fällt ab, was in die Bäuche, Schluss.
Ein einziger Lichtblick ist die Kettensägenszene, in denen der Punker (der mit dem dauernden "Fuck") seinen Kopf verliert, weil ihm die Säge langsam die Gurke von hinten absägt. Das ist schön eklig inszeniert, aber die einzige Szene, die wirklich zieht.
Dazwischen: der singende Hutfritze geht einem schnell auf den Sack mit seiner Bänkel-Gitarre.
Alles in allem: ein Chaos ohne wirkliche Handlung, selbst der abgenudelte Mime Carradine darf sich sehen lassen, und seine verwelkte Fratze in die Kamera halten.
Fazit: Weder Funsplatter noch "Shaun of the Dead" wäre für diesen Schinken angemessen. Hier waren die Erwartungen zu hoch angesetzt. Teils langweiliger, teils unterhaltende Komödie, im Endergebnis jedoch zu lahm und mit zu billigen Effekten.
Ich rate ab.