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Bei vielen Slashern verhält es sich wie mit dem Erscheinen von Gewittertierchen:Ist das Gewitter vorbei,vergißt man schnell,daß sie überhaupt da waren.Genauso ergeht es dem Gewittertierslasher „Adam & Evil“.

Ein Katzenschiss von Schulabgängern will den Abschluss gebührend mit „dem besten Wochenende aller Zeiten“feiern und begibt sich dafür zum Campingplatz Lake Billigschauplatz.Und – wer hätte das erwartet – dezimiert nach und nach die Gruppe…

Und bevor der Killer zuschlägt muß man sich geschlagene 40 Minuten mit pubertärem Sexgelaber über „lange Würstchen“und Äußerungen wie„Geil,sie steht auf mich“begnügen.
Am Lagerfeuer schaut der unterbelichtete Backwood-Verwalter vorbei,einer der Schnarchnasen darf noch die nymphomane Olle des Sheriffs durchnudeln und dann schlägt endlich der Killer zu.
Besonders phantasievoll natürlich auch nicht,denn am nächsten Morgen muß erstmal ausgiebig gebadet werden,bis man die Leiche im Zelt(wer zuerst poppt,stirbt zuerst)findet.

Schon ist es wieder Abend und man gerät leicht in Panik.Um die Spannungsschraube noch etwas weiter zu drehen,sind sämtliche Telefone klotten und die nächste Polizeistation 25 Meilen entfernt,während der Killer munter weiter mordet(endlich fließt Blut,die kurzen Splattereinlagen sind zurückhaltend,aber annehmbar).
Am Ende entpuppt sich der Killer mit dem Motiv“mich hat keiner gewollt“als wenig überraschend und kann dem genreerfahrenen Zuschauer auch nicht mehr die mittlerweile kaltgewordenen Füße wärmen.

Spannungsarm,ideenlos,ohne Atmosphäre und doch - Slasherfreunde wissen,dass das nächste Gewitter nicht lange auf sich warten lässt…
3 von 10 Punkten

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