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Trotz des reißerischen Titels ist "Evil" ein großartiger Film.Knallhart,aber auch besinnlich und teilweise melancholisch.Hervorragende Schauspieler,allen voran Newcomer Andreas Wilson entführen den Zuschauer in die Welt der 50er.Die Prügelstrafe war damals an der Tagesordnung ,aber Erik hat es mit seinem Stiefvater besonders schwer.Schließlich findet er sich in einem schwedischen Eliteinternat wieder.Eine streng hierarchische Ordnung erwartet ihn dort.Aber nicht die Lehrer sind die Bösen,die Unterdrückung kommt von den älteren Mitschülern.Ein Internatsfilm voller Gewalt und Gefühl ,mit Charakteren die dem wirklichen Leben entsprungen scheinen.Die angesichts der Gewaltexzesse hilflose Mutter,der nur scheinbar überlegene Primaner,der die Zähne zusammen beißende Erik,das hat alles stark autobiographische Züge.Das Buch schrieb denn auch Jan Guillou,Schwedens erfolgreichster Schriftsteller .Auch das Internat gibt es tatsächlich,es heißt Solbacka.
"Evil" ist ein philosophischer Film über die Natur des Bösen.Woher kommt es,wie geht man mit ihm um?Aber ohne den pädagogischen Zeigefinger oder das Süßholzgeraspel aus "Die Kinder des Monsieur Mathieu".Ein wirkliches Kleinod aus Schweden ,9 von 10 Punkten.

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