Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 10.06.2012

Schläger, der zu Hause misshandelt wird, setzt sich auf dem Internat gegen Unterdrücker durch. Angeblich auf einer autobiografischen Erzählung basierend, bleibt dennoch fraglich, ob sich die Geschichte so ereignet hat, wie sie hier dargestellt wird, denn die Charakterentwicklung der Hauptfigur erscheint nur bedingt rational. Dennoch ist "Evil" ein über weite Teile hervorragendes Drama über Gewalt und deren Reflektion, das im Gegensatz zu manch amerikanischem Rachedrama der letzten Jahre auf Lösungen setzt, die mal nicht ganz naheliegend sind, sondern ohne erhobenen Zeigefinger Alternativen zu roher Gewalt bieten. Das ist durchdacht, regt zum Nachdenken an und ist trotz fehlender Rachezüge gehaltvoller als der übliche Amoklauf.

*weitere Informationen: siehe Profil

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