Jennifer Garner liefert bei „30 über Nacht“eine überzeugende One-Girl-Show ab und nur ihr ist es zu verdanken,daß der Streifen über dem Durchschnitt der übrigen seichten Komödien liegt.
Jenna Rink ist 13 und hat es wahrlich nicht leicht,sie wird von ihren Freunden ausgenutzt und ihr Traumtyp will nichts von ihr wissen,nichts wäre jetzt schöner,als schnell 30 zu sein und im Körper von Jennifer Garner aufzuwachen – prompt wird ihr Wunsch erfüllt.Allerdings nur rein äußerlich,denn ihr kindliches Gemüt ist nach wie vor geblieben… und beschert ihr so manche Probleme im Alltag einer erfolgreichen High-Society-Lady.
Eine heitere Situation,als Jenna in ihrem Apartment aufwacht,sich an ihre Brust fasst und voller Entsetzen feststellt,dass das ein halbnackter Kerl in ihrer Wohnung ist,der sie „Zuckerpopo“nennt.
Ähnlich niedlich geht es erstmal weiter,ein paar Gags sorgen zumindest für ein Schmunzeln und der Zuschauer wird bei Laune gehalten.Die überaus witzige Stelle im Fahrtuhl mit dem von Möpsen ausgefüllten Kleid ist ebenso ein Höhepunkt wie die fetzigen 80er Songs.
Leider wird es im letzten Drittel etwas kitschig,die Ausbreitung der Lovestory hätte man etwas weniger dick auftragen sollen.Aber zumindest wirkt der Humor nie aufgesetzt albern,sondern wohldosiert und für eine typische Hollywoodkomödie fast schon anspruchsvoll.
Jennifer Garner rettet diesen Streifen mit ihrem sprühenden Charme und ihren niedlichen Verhaltensweisen.Aber auch Mark Ruffalo und Andy Serkis überzeugen.
Netter,harmloser Film mit einer weiteren „Freaky Friday“-Variante,der anständig unterhält und zum Berieseln für zwischendurch ganz passabel ist.
6 von 10 Punkten