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Jessas, was für ein knuffiger Film! Nach ihrer verpatzten Geburtstagsfeier sitzt die 13jährige Jenna schmollend im Schrank & wünscht sich, dass sie 30 Jahre alt, sexy & erfolgreich wäre. Sie erwacht in Gestalt von Jennifer Garner in ihrem Bett & staunt nicht schlecht. Sie ist 30, sexy & (wie sich bald herausstellt) auch erfolgreich, doch im Innern ist sie immer noch das 13jährige Mädchen. An die "übersprungenen" 17 Jahre hat sie keine Erinnerungen, weshalb sie auch etwas Zeit braucht, um zu erkennen, dass sie leider kein guter Mensch geworden ist.

Obwohl sich der Tonfall im Verlauf des Films leicht ändert & mit der Zeit ernster, nachdenklicher & emotionaler wird, ist der Streifen von Gary Winick (der 2010 auch den schönen Briefe an Julia gemacht hat & kurz danach gestorben ist) ein liebenswerter, turbulenter & höchst amüsanter Spaß mit Fantasy-Touch, dessen Ende zwar absehbar ist, der aber dennoch prächtig unterhält, was nicht zuletzt an den tollen Darstellern liegt. So entzückend wie hier habe ich Jennifer Garner noch nie gesehen. Die spielt den Teenager im Körper einer Frau wunderbar süß & unschuldig & trägt den Film mit einer entwaffnenden Leichtigkeit, die erstaunt.

Was leicht nervend oder peinlich hätte sein können, bringt sie ungemein locker & charmant rüber. Ihren erwachsenen Jugendfreund gibt Mark Ruffalo, Andy Serkis ist köstlich als ihr (schräger) Chef & auch Judy Greer (als Kollegin) weiß zu überzeugen. Der tolle Retro-Soundtrack (Rick Springfield, Talking Heads, Whitney Houston, Pat Benatar, Madonna...) rockt ebenso wie die Tanzeinlage zu Michael Jacksons Thriller. Unterm Strich also, trotz einem Eimer an Ungereimtheiten (falls man den Fehler machen sollte, zu viel drüber nachzudenken), eine runde & sympathische Sache, die sowohl für die Lachmuskeln als auch fürs Herz was bietet.

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