Alle Kurzkommentare


6

Als Bericht über die Lebenswelt von Kindern bzw. Teenagern in den späten 60ern in eher ländlichen Gefilden in den Niederlanden und als seichte Erzählung von der ersten Jugendliebe ganz nett. Zelda ist ebenso launisch wie sonderbar, aber auch draufgängerisch, hübsch und wie eine Spielgefährtin in einer ansonsten reinen Jungsclique - sie ist die Art Mädel, in das man als kleiner Bengel immer ein wenig verschossen war. Der Film endet mit einem absoluten Schlag in die Magengrube in der Gegenwart, der sitzt und einen hinterher noch eine Weile beschäftigen kann. Schade, dass der unangenehme Sachverhalt, der da zum Schluss noch kommt, sich nicht vorab viel stärker andeutete: Gerade mal eine kuriose und seltsam gespielte Szene weist kurz auf dergleichen hin. Denn mit mehr Mumm hätte das ein aufwühlender Dramaklassiker des europäischen Kinos werden können.

10

Also "Was sie nie erzählte" ist ein Film der vor allem durch eines glänzt: Seine überragende Schauspielleistung. Entgegen der Hollywood-Maskerade ist dieser Film ein äußerst glaubwürdiger, der Zudem eine geniale Erzählweise zeigt. nicht zuletzt das dramatische Ende wirkt sehr stark. Durch den ganzen Film hindurch herscht stets Spannung und teilweise auch kleine irrführungen, die so gewollt sind und sich auch wieder auflösen, was ebenfalls zur genialen Erzählweise beiträgt. Schön ist auch dass der Film nur 65min. läuft, anstatt ihn mit langweiligen elementen zu strecken und ihn so evt. sogar noch zu verderben. Wenn man den Film gesehen hat darf man sich sicher sein dass man ihn auch nie wieder vergißt, dazu ist er schokierend.

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