Review

Inhalt:

China, in einer frühen, mittelalterlichen Epoche. Der "Eight Arm Dragon" Bai Chun-Tung (Lo Wei), Anführer des "Golden Sword"-Clans, erhält eines Abends von 2 maskierten Männern ein ominöses Kästchen. Eine Nachricht offenbar darin, die ihn dazu bewegt, mit den beiden davon zu reiten. Bai Chun-Tung verschwindet somit für lange Zeit, zusammen mit dem "Golden Sword" und gilt als verschollen.

Sieben Jahre später soll Chief Ng Chan Wan (Lee Pang Fei) von der Hua-Shan-Schule zum Anführer der 36 Clans gekürt werden, doch Bais Sohn "Jade Dragon" Bai Yu-Lung (Kao Yuen) bittet um weitere drei Jahre Zeit, seinen Vater zu suchen. Weit im verschneiten Norden, abseits der Grenzen der Region, wähnt er seinen Vater.

Auf seiner Suche trifft er auf eine Bettlerin, "Golden Phoenix" Ngai Jin-Fung (Cheng Pei-Pei), die sich erst als Mann ausgibt. Sie entpuppt sich indes als Frau, die zudem eine exzellente Schwert- und KungFu-Fighterin ist. Als es zu einer Intrige um entwendetes Silber kommt und Bai beschuldigt wird, steht ihm Jin-Fung bei. Später verlieben sie sich ineinander, und heiraten schließlich.

Doch Bai Yu-Lung wird nunmehr entführt, wieder sind hier 2 maskierte Männer involviert. Bai Yu-Lung wird in den "Dragon Palace" verschleppt, einem entlegenen "Amazonen-Staat", in dem Frauen die Herrschaft ausüben. Die "7th Lady" (Kao Pao-Shu) offenbart ihm, dass er der Sohn der Königin Lung Xin-Zi (Wang Lai) ist. Er soll eine der Amazonen heiraten, die bildschöne Yu Lan ("Alice" Au Yin-Ching), um den herrschenden Clan zu erhalten soll eine Tochter gezeugt werden.

Jin-Fung macht sich indes zusammen mit dem "Saintly Swordsman" Luke Wai (Huang Tsung-Hsun) auf den Weg, Bai Yu-Lung zu retten. Luke Wai war einst aus dem "Dragon Palace", wo er als Sklave diente, entflohen. Er kennt das Geheimnis um Bai Yu-Lung, dessen Vater Bai Chun-Tung mit der "Dragon Palace"-Herrscherin Lung Xin-Zi intim war.

Jin-Fung und Luke Wai erreichen den "Dragon Palace" und Bai Yu-Lung. Wird es ihnen gelingen Bai zu retten? Hilfe erhalten sie schließlich von ganz unerwarteter Seite...!

Kritik:

Tja, ich hatte da viel mehr erwartet. Ein Eastern der Shaw Brothers, Ende der 1960er Jahre entstanden, mit der Ausnahme-Actrice jener Zeit des Genres, Cheng Pei-Pei, das weckte in mir hohe Erwartungen. Doch war ich über den leider im Verlauf immer zäh-langwieriger werdenden Streifen -vor allem wegen seines schwachen Endes- ziemlich enttäuscht.

Dabei fängt alles recht gut an, die Spannung steigt kontinuierlich an, die Action für einen Eastern jenes frühen Baujahrs rockt, Cheng Pei-Pei agil-tänzerisch fightend, und die Mega-Sets der Shaw Brothers -vor allem die Winterlandschaft im Studio im ersten Viertel des Films besticht- hauten wieder einen raus, nebst visuell starken Outdoor-Locations unter strahlender Sonne und blauem Himmel.

Doch dann verzettelt sich Regisseur Lo Wei mit seiner hanebüchenen Story, die sich unmotiviert in einen Amazonen-Palast mit dunklen Gewölben verlagert..., und sich dort regelrecht verliert. Die Story wird dann immer langatmiger und dehnt sich wie Kaugummi, Cheng Pei-Pei, die im ersten Drittel noch gefällig agieren und fighten durfte, gerät zur Mitläuferin, und das Ende ist ohne Showdown, den man sehnlichst noch erwartete -der aber nicht kam- mit einer dafür hanebüchenen Auflösung regelrecht misslungen.

Tja, das war es dann eigentlich auch schon. DAFÜR sind denn die sage und schreibe 100 Minuten an Laufzeit viel zu lang. Wenn dann noch an einem actionreichen Ende mit eigentlich üblichem Showdown gespart wird, der die Sache rausgehauen und noch für den Eastern-Freund versöhnlich ins Ziel gebracht hätte, ist die Enttäuschung vorgegeben. Lo Wei verzettelt sich, und macht denn leider DIE Fehler, die schon manchen seiner Filme runterzogen, die gut begannen und schwach endeten.

An den Darsteller*Innen lags nicht: Kao Yuen ist der Held der Geschichte, einer der weniger bekannten Akteure der Shaw Brothers. Als strahlende, aber auch etwas naiv-einfältige Heldenfigur, agiert er bemüht und ist ein flinker Fighter. Aber auch er verliert sich schließlich im Script, das ihn am Ende hängen lässt.

Aber seiner Co-Partnerin, der legendären Swordlady der Shaw Brothers ergeht es hier nicht anders. Cheng Pei-Pei, am Ende Mitläuferin in der hanebüchenen Auflösung, kann hier ihre Stärken nur anfangs ausspielen. Da fightet sie sich noch famos durch die Reihen der Villains und durch den vielversprechenden Beginn dieses WuXia-Eastern. Tänzerisch-agil, gar mit einer überraschend gelungen choreografierten, reinen KungFu-Einlage (zu einer Zeit als Swordplay den Eastern beherrschte), kann die Shaw-Actrice CPP hier noch glänzen. Dann gings bergab mit der Storyline..., und das riss ihre Figur und ihre Rolle denn mit runter.

Der Rest agiert soweit solide, einen fiesen Villain gibt es nicht -auch das fehlte und wurde schmerzlichst vermisst, da das das Ende dadurch weiter verflachte-, dafür eine Anzahl kleiner Schurken (u.a. Ku Feng) im noch relativ flotten ersten Segment. Im Frauen-Regime im 2. Akt des immer flauer werdenden Dramas, ist noch die Darstellerin Kao Pao-Shu als bös-intrigant agierend zu benennen, na ja, so ein bisschen. Später wurde Kao selbst zur Eastern-Regisseurin, einer der wenigen in diesem Sektor, hatte dann aber auch einen der schwächsten Streifen dieses Genres zu verantworten, den sie richtig verbockte: "Harushi" (siehe mein Verriss auf dieser Webseite).

Lichtblick ist indes das Starlett "Alice" Au Yin-Ching, wow ist die attraktiv, eine sagenhafte Schönheit. Habe ich je eine schönere Frau gesehen? Da würde ich womöglich sogar Haley Bentley und Lexi Williams für stehen lassen. Kao Yuen, der Held, hat im Film sogar die Chance ihre Figur zu ehelichen. Ich hätte da ja zugegriffen, und mich mit der aus dem Staub gemacht. Dann wäre einem das vermurkste Ende des Films erspart geblieben.

Die Fightaction, Swordplay und etwas KungFu, ist eingangs durchaus brauchbar, auch wenn ein kerniges Dubbing fehlte, und die Choreo-Granden der Shaw Brothers in jenen Jahren, Lau Kar Leung und Tang Chia, die Sache noch besser gemacht, und mit mehr Drive versehen hätten. So aber hatten Simon Chui und immerhin Sammo Hung (!) hier die Verantwortung und im Verlauf des Streifens werden die Fights auch gefälliger.

Tja, und wenn es noch zum alles rausreißenden Showdown gekommen wäre, zur großen Endschlacht mit den Amazonen und dem multigeschlechtlichen Heldengespann..., ja wenn/wäre. Das hätte "The Golden Sword" noch aus den Kaugummi-Längen raushauen können. Ja... hätte.

Die starken Mega-Sets der Shaw Brothers, ein eingangs Spannung versprechender Plot, Cheng Pei-Pei gut beginnend und einiges an für das Baujahr gelungener Fightaction, sorgen noch für 4 von 10 Punkten in meiner Bewertung. Lo Wei macht insgesamt zu viele Fehler, ein mangelhaftes Script verhunzt das Ende dieses Eastern, und ließ mich als Betrachter enttäuscht zurück. :-(

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