Zwei junge Camper werden von einem Meteoriteneinschlag überrascht. Als sie zur Einschlagstelle eilen, finden sie eine merkwürdige Kreatur die ihnen zum Verhängnis wird. Eine in der nähe wohnende Familie und ihre beiden Söhne (ein Student und sein kleiner, Horrorfilmbegeisterter Bruder) haben Probleme mit dem Keller, der durch den starken Regen sich immer mehr mit Wasser füllt.
Der Vater steigt in den Keller, um dort Problemen mit der Sicherung auf den Grund zu gehen.
Im Keller angekommen wird er von einem gigantischen Monster (man sieht nur den Schatten) getötet, seine Frau die nach ihm sehen will, fällt der Kreatur ebenfalls zum Opfer. Erst denkt sie der Arm ihres Mannes packt sie, allerdings handelt es sich um einen “Kosmokiller” und die Begegnung mit ihm bezahlt sie mit der hälfte ihrer Gesichtshaut.
Mittlerweile sind der Onkel und die Tante der beiden Söhne eingetroffen, da sie sich um das Haus und die Kinder kümmern sollen. Das verschwinden der Eltern fällt niemanden auf, eine Nachricht in der Küche das sie mit dem Auto verreisen, scheint die Ursache des verschwindens zu sein.
Da die Probleme mit der Elektrik im Keller immer noch nicht behoben sind, wird ein Elektriker gerufen - im Keller angekommen, dient er den Kosmokiller als nächste Mahlzeit (wenigstens zur “Hälfte“).
Der junge bemerkt die Ankunft des Elektrikers und versucht ihn, mit einem seiner Maskierungen zu erschrecken. Im Keller trifft der junge auf die Überreste seiner Mutter (Kopf) und des Elektrikers (Oberkörper), nur durch Glück wird er nicht das nächste Opfer, der junge bemerkt das die Kosmokiller durch Geräusche auf ihre Opfer aufmerksam werden.
Der ältere Bruder bekommt besuch von seinen Freunden, die ein merkwürdig lurchartiges Wesen mitgebracht haben. Das tote Wesen wird im Badezimmer provisorisch seziert, man rätselt was es ist und woher es kommt. Da sich niemand die Spezies des Wesen erklären kann, wollen sie ihren Onkel (ein Psychologe) um Hilfe Fragen. Im Wohnzimmer angekommen, fressen sich die jungen des Kosmokillers bereits durch den Körper ihres Onkels - das Ganze Haus wimmelt mittlerweile vor den außerirdischen Kreaturen, die immer neue Ableger produzieren.
Gemeinsam versuchen die Freunde den Kampf gegen die Kosmokiller aufzunehmen. Ein weiteres Mädchen - das die Freunde besuchen will, wird zwangsläufig mit in den Kampf einbezogen. Der jüngere der beiden Brüder, scheint die rettende Lösung zu haben - die Kosmokiller (per ZAP! Flash Powder) in die Luft zu sprengen.
Der Kampf gegen die außerirdischen Invasoren scheint gewonnen, doch womöglich haben weitere - noch größere Exemplare, von ihnen überlebt.
“Kosmokiller - Sie fressen alles” ist ein gut gemachter Amateur Horrorfilm, der im Flair der beginnenden Achtzigerjahre Amerikas erstrahlt. Regisseur Douglas McKeown hat mit “Kosmokiller” bewiesen das man keine Millionen oder sonstige Hollywoodstandards braucht um einen gelungenen Horrorfilm zu drehen (vielleicht ist gerade der verzicht auf derartige Mainstreamklischees entscheidend für die atmosphärische Produktion des Films).
Die Darsteller - scheinbar alle dem Freundeskreis entnommen, machen ihre Sache (durch den Verzicht von Schauspiel- Standartgestiken) wirklich gut.
Durch die Verwendung von Laiendarstellern, wirkt die Geschichte wesentlich glaubwürdiger und unverbrauchter als man anfangs annimmt.
Die in “Handarbeit” gefertigten “Kosmokiller” (die es in verschiedenen Entwicklungsstadien gibt - vom Baby bis zum Muttertier) sind skurril anzusehen und runden das stimmige Gesamtbild des Films ab. Mit Gore/ Splattereffekten ist “Kosmokiller” zwar nicht vollgestopft, aber in kontinuierlichen abständen tauchen (wiederum sehr gut realisiert) Blutige Szenen auf, die immer passend wirken und dem Film die nötige Härte geben (und stellenweise über dem Standart wesentlich teuerer Produktionen liegen).
Der Soundtrack besteht aus - dem für Filme dieser Epoche, typischen Synthesizer klängen und steigert das “Low-Budget Feeling” das mit dem Charme der frühen achtziger einhergeht. Die Titelmelodie ist eingängig und dramatisch komponiert, was für eine Amateurproduktion ebenfalls nicht selbstverständlich ist (in den USA gibt es sogar eine CD des Soundtracks, sowie eine “Kosmokiller- Handpuppe“).
Kosmokiller - Sie fressen alles, ist ein großartiger Amateurfilm. Gedreht von Horrorliebhabern (mit merkbarer Begeisterung und dem nötigen “Knowhow” ausgestattet) steht der film praktisch konkurrenzlos im weiten Universum der B-Movies und hat den Kultstatus ehrlich verdient.
Von mir aus hätte Douglas McKeown - mit Unterstützung seiner Freunde, noch mehr Filme im Stil Kosmokillers produzieren können. Das Talent hat(te) er allen Anschein nach.
Einzig die “SOI DVD” überzeugt mich nicht wirklich. Unscharfes Bild, verrauschter Ton und eine magere Photogalerie werden dem Film nicht gerecht. Hier sollten sich professionellere Firmen angesprochen fühlen und “Kosmokiller - Sie fressen alles“, in einer würdigen Fassung veröffentlichen und den Film somit in seiner vollen Pracht erstrahlen lassen.