Eigenwillige Realfilmumsetzung von einer der beliebtesten Manga- und Anime-Serien - kein Wunder also, dass einige der besonders strengen Fans diese Interpretation komplett ablehnen. Es ist aber auch ein seltsames Gemisch, selbst für japanische Verhältnisse! Es fängt schon an mit den Designs und MakeuUps: Devilman trifft meist in einer Art Hybridform aus Mensch und Dämon auf, die mehr an einen Devil Kazuya aus den Tekken-Games erinnert, während Demonbird Selene sich in ihrer engelhaften Gestalt von ihrer Vorlage sogar noch weiter entfernt. Grausamkeiten und Kitsch prallen aufeinander, bizarre Nippon-Tentakelaction trifft auf schlechtes CGI. Das passt alles vorne und hinten nicht zusammen, ergibt dann aber irgendwie doch ein durchweg unterhaltsames Ganzes. Immerhin geschieht andauernd etwas, so dass man sich als ungläubig staunender Konsument aus dem Abendland nie langweilt.