Inhalt:
China, in den Jahren zwischen der bürgerlichen Revolution und dem 2. Weltkrieg.
Si Ming (Tsui Siu-Ming) kam bereits als kleines Kind in das Kloster der Shaolin, und erlernte dort das KungFu der Mönche, die Technik der "Buddha´s Palm". Er stand einem kleinen Jungen bei, Ah Hsiang (Yuen Shun-Yi), der ebenfalls im Kloster Aufnahme fand, wenn auch nicht als Mönch. Beide werden in KungFu von einem Meister (Chan Siu-Pang) der "Buddha´s Palm" ausgebildet.
Nunmehr sind die beiden Erwachsene Männer..., und Ah Hsiang verlässt das Kloster..., um in der bürgerlichen Welt da draußen seinen Mann zu stehen.
Er findet Arbeit in einem Friseurladen..., doch verlassen er und sein Kollege und Kumpel Yu (Peter Chan) alsbald dieses Geschäft.
Sie wollen zu Ah Hsiang´s Zieh-Vater (Cheung Hei)..., doch dieser ist verschwunden.
Ah Hsiang´s Zieh-Vater wurde Opfer einer Bande von teils skurril auftretenden Attentätern, und wurde von diesen entführt, als er diesen Männern in die Quere kam.
Ah Hsiang versucht zu ermitteln, wo sein Zieh-Vater ist, und gerät somit selbst in den Focus der Attentäter. Es kommt zu etlichen Kämpfen.
Doch wer außerdem zu dieser Bande gehört, birgt für Ah Hsiang noch eine böse Überraschung...!
Es kommt schließlich zum blutigen Show-Down, zum Kampf um Leben oder Tod, gegen einen nicht für möglich gehaltenen Gegner.....
Fazit:
Tja, irgendwie hatte ich mir von diesem Eastern, der in einigen Ranking-Listen das Genre betreffend vertreten ist, mehr versprochen.
Im Jahre 1980 drehte Regisseur und Produzent Yuen Woo-Ping diese teils etwas bizarre und zusammenhanglos wirkende KungFu-Komödie, die jedoch vor allem durch eine seiner Zeit wegen ihres Tempos und einer besonderen Choreographie vorauseilende Duell-Finalsequenz besticht, und sich so wohl einen Platz in einigen Rankings des Genres posthum sicherte.
Die Atmosphäre stimmt, die Bilder sind hell-klar, die Kulissen gediegen, die Darsteller agieren solide und bemüht, und 2 Männer werden von klein auf im Kloster der Shaolin ausgebildet.
Die Story entwickelt sich langsam, teils umständlich und etwas episodenartig, es geht darum, dass einer der Helden seinen Zieh-Vater sucht, und es mit einer Bande von Attentätern zu tun bekommt. Das führt zu Kämpfen, und in ein besonderes Finale.
Zuvor muss der Betrachter durch alberne Comedy, zusammenhanglos aneinander gereihte Sequenzen, und skurril auftretende Attentäter-Figuren begleiten die Szenerie. Wie ein Stotterer (Yuen Cheung-Yan) mit Vogelkäfig, ein schräger Wahrsager (Addy Sung), und ein Buckliger (San Kuai) -der sich roboterartig mit entsprechender Geräuschkulisse "bewegt"- toppt diese skurrile Garde in ihrem Auftreten.
Klar, die Kämpfe sind stark umgesetzt und das KungFu ist klassisch. Doch diese Körperbeherrschung und ein tolles Finale, ein Duell das seiner Zeit schon voraus war, macht noch keinen absoluten Top-Eastern, sorry Guys.
Yuen Shun-Yi ist der Held dieser teils diffusen Geschichte, und macht seine Sache aber total tapfer. Ein selten -von mir zumindest- gesehener Darsteller, kein typischer Super-Held, kein strahlender Mega-Fighter. Aber ein sympathischer Typ ohne Allüren.
Tsui Siu-Ming sein Mitstreiter in Shaolin, doch nicht stets an seiner Seite, taucht er mal auf, dann wieder unter. Doch seine Rolle hat es noch in sich.
Peter Chan ist dann der Side-Kick von Yuen Shun-Yi, doch verliert sich seine Figur dann ´irgendwie´.
Die diversen Attentäter und Villains sind bizarr in ihrem Auftritt, und das mindert diesen Eastern denn eher in seiner Qualität.
Dafür sind die Gast-Stars ein Lichtblick: Fan Mei Sheng, wenngleich auch er überdreht rüber kommt, Dauer-Villain Lee Hoi San ist einer der Bösewichte, auch seine Rolle verliert sich. Und eine besondere Überraschung für die Eastern-Fans hier, ist der legendäre "Drunken Master" Simon Yuen in einem kurzen Auftritt als zunächst schlafender dann kämpfender Mönch. "The Buddhist Fist" gilt denn sogar als letzter Film, in dem der "Drunken Master" Simon Yuen aktiv mitwirkte, während der Dreharbeiten verstarb der beliebte Mime.
Am Ende läuft sich die Sache noch so zurecht, und es kommt zum Highlight, einem kernigen Endfight, einem End-Duell das man in dieser Konstellation nicht erwartete.
Zuvor schon waren die Fights präzise choreographiert, die Techniken klassisches KungFu und die Körperbeherrschung der Protagonisten top!
Das Finale haut denn noch einen raus..., dieses Tempo und die besondere Choreographie, ein klasse Fight, der seiner Zeit voraus zu sein schien und dies auch war. Der letzte Eindruck ist der Frischste, kann denn für einiges entschädigen, und sorgte denn wohl -so meine Ansicht- dafür, dass "The Buddhist Fist" im Ranking einiger websites des Internets hinsichtlich des Genres "Old school"-Eastern gelistet ist.
Das alleine macht aber noch keinen Top-Eastern, dagegen sprechen denn doch ein paar Mankos.
Dennoch, insgesamt und vor allem zum Schluss stimmt denn noch der Unterhaltungswert und die KungFu-Action, damit kann sich "The Buddhist Fist" noch knappe 6/10 Punkte erfighten.