Science Fiction/Horrormix mit Alien-artiger Atmosphäre um ein "lebendiges" Raumschiff.
Story:
Im Jahre 2040 wurde die "Event Horizon" losgeschickt, um als erstes Schiff mit Antigravitationsantrieb Entfernungen von mehreren Millionen Lichtjahren innerhalb weniger Tage zu schaffen und so das Universum schnellsmöglichst zu durchqueren. Der Kontakt brach jedoch schnell ab und 7 Jahre lang war nichts mehr von dem Schiff zu hören. 2047 wird ein Lebenszeichen geortet und ein kleines Rettungschiff losgeschickt, um nach evtl. Überlebenden zu suchen. Die Crew um Captain William (Laurence Fishburne) wird begleitet von Doktor Weir (Sam Neill), der das Schiff entworfen hat. Was als Routineuntersuchung beginnt, nimmt schon sehr bald alptraumhafte Züge für die Crew an.
Die Story entwickelt sich zunächst mal ganz normal und wenn die erste Leiche auftaucht, denkt man noch, das irgendwelche bösartigen Ausserirdischen das Schiff besetzt haben. Allmählich wird dann aber doch klar, dass es das Schiff selbst ist, welches die Crew in Gefahr bringt. Das Ganze ist so geschickt erzählt, dass bis zum Schluss die Spannung aufrecht erhalten wird und auch nie abflacht.
Die schaupspielerische Leistung sämtlicher Beteiligter ist sehr ordentlich, hervorheben können sich aber nur Laurence Fishburne als disziplinierter Captain und Sam Neill als Wissenschaftler, der immer mehr in den Bann seines Schiffes gezogen wird. Die Effekte stammen mehr oder weniger alle aus dem Computer, sehen aber dafür, dass der Film schon 8 Jahre alt ist, immer noch sehr gut aus. Ein paar Splattereinlagen runden das Gesamtbild dann noch positiv ab.
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Science Fiction-Film, der ähnlich wie "Alien" konzipiert ist, nur eben ohne Ausserirdische. Wäre die Atmosphäre noch einen Tick düsterer wie bei "Alien", wäre die Höchstwertung sicher, aber auch so ist "Event Horizon" weit über dem Durchschnitt anzusiedeln.
9 von 10 Punkten